Wahrheit Sprüche – sprichwort

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Die Wahrheit verträgt ein jeder.

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Die beraubte Fabel Es zog die Göttin aller Dichter, Die Fabel, in ein fremdes Land, Wo eine Rotte Bösewichter Sie einsam auf der Straße fand. Ihr Beutel, den sie liefern müssen, Befand sich leer; sie soll die Schuld Mit dem Verlust der Kleider büßen, Die Göttin litt es mit Geduld. Hier wies sich eine Fürstenbeute, Ein Kleid umschloß das andre Kleid; Man fand verschiedner Tiere Häute, Bald die, bald jene Kostbarkeit. Hilf Himmel, Kleider und kein Ende! "Ihr Götter!" schrien sie, "habet Dank; Ihr gebt ein Weib in unsre Hände, Die mehr trägt als ein Kleiderschrank." Sie fuhren fort, noch mancher Plunder Ward preis; doch eh' man sich's versah, Da sie noch schrien, so stund, o Wunder! Die helle Wahrheit nackend da. Die Räuberschar sah vor sich nieder Und sprach: "Geschehen ist geschehn, Man gibt ihr ihre Kleider wieder, Wer kann die Wahrheit nackend sehn?"

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Je mehr Verfolgung, umso offensichtlicher wird die Wahrheit.

Tolstoi, Tagebücher. 1893

Gib dem, der die Wahrheit sagt, ein Pferd, damit er hinterher entwischen kann.

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Die Wahrheit ist männlichen Geschlechts.

Pauly, Aphorismen, 1905

Eine halbe Wahrheit ist schlimmer als eine Lüge.

Frey, Die Romane George Merediths. Ein Versuch, 1913

Es ist das übliche Schicksal neuer Wahrheiten, daß sie als Ketzerei beginnen und als Aberglaube enden.

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Es gibt Gelegenheiten, in denen man sonst ganz wahrhaftigen Menschen keinen Glauben schenken darf. Zum Beispiel, dem Großmütigen, wenn er von seinen Ausgaben, und dem Sparsamen, wenn er von seinen Einnahmen spricht.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Was fruchtbar ist, allein ist wahr.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Gott und die Welt. Aus: Vermächtnis

Alle verschwiegenen Wahrheiten werden giftig.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Von der Selbst-Überwindung

Der hinkende Bote bringt die Wahrheit.

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Wahr ist alles an dem Tag, da es gedruckt wird.

Heine, H., Gespräche. Zu Chasles

Hier auf Erden ist jegliches Ding zum Teil wahr, zum Teil falsch.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Der Wein und die Wahrheit sind sich nur insofern ähnlich, als man mit beiden anstößt.

Saphir, Nachtschatten der Zeit und des Lebens, 1832

Die Wahrheit aller Länder ist nur in Dachkammern vorhanden.

Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Wenn die Namen nicht stimmen, sind die Worte nicht wahr.

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Es gibt nichts, was nicht durch üble Nachrede entstellt werden kann.

Terenz, Phormio, 161 v. Chr. 696f. Originaltext: Nihil est quin male narrando possit depravarier.

Kinner un ool Lüüd seggt de Wahrheit.

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Sie (die Menschen) halten bloß das für wirklich, was sie – verkaufen können.

Meyrink, Fledermäuse, 1916

Das Wahre ist das Ganze.

Hegel, Phänomenologie des Geistes, 1807. Vorrede

Es ist aber eine alte Sage, daß die Wahrheit nicht süß sei.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Über die neue Politik. Vorläufige Bedenklichkeiten und Zweifel gegen das neue System