Wahrheit Sprüche – tiefgründig

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Die Menschen verdrießt's, daß das Wahre so einfach ist; sie sollten bedenken, daß sie noch Mühe genug haben, es praktisch zu ihrem Nutzen anzuwenden.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Kunst und Altertum, 3. Bandes 1. Heft. 1821, Eigenes und Angeeignetes in Sprüchen

Nie aus der Wahrheit ist so viel des Guten erwachsen, Als aus der Wahrheit Schein Böses erwächst in der Welt.

Halem, Töne der Zeit, 1814

Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr!

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 1. Akt, Szene: Kaiserliche Pfalz. Saal des Thrones, Mephistopheles zum Kaiser

Das Wahre ist gottähnlich: es erscheint nicht unmittelbar, wir müssen es aus seinen Manifestationen erraten.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Wilhelm Meisters Wanderjahren, 1829. Aus Makariens Archiv

In einem guten Buche stehen mehr Wahrheiten, als sein Verfasser hineinzuschreiben meinte.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Neue Monatshefte für Dichtkunst und Kritik), 1877

Der Mensch ist am wenigsten er selbst, wenn er für sich selbst spricht. Gib ihm eine Maske, und er wird dir die Wahrheit sagen.

Wilde, Der Kritiker als Künstler (The Critic as Artist), 1890. Szene 2, Gilbert

Eine Wahrheit hört auf wahr zu sein, wenn mehr als einer an sie glaubt.

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Ich nahm die Wahrheit mal aufs Korn. Und auch die Lügenfinten. Die Lüge macht sich gut von vorn, Die Wahrheit mehr von hinten.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Die Wahrheit ist zu schlau, um gefangen zu werden.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Jeder wahre Gedanke trägt das Universum in sich, und keiner spricht es aus.

Feuchtersleben, Confessionen, Blätter (in: Sämmtliche Werke in sieben Bänden, 4. Band), 1851

Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche.

Feuchtersleben, Blätter aus dem Tagebuche des Einsamen (in: Beiträge zur Literatur, Kunst-, und Lebenstheorie), 1841

Die wirkliche Wahrheit ist stets unwahrscheinlich und ganz rein nicht darstellbar. Um die Wahrheit wahrscheinlich zu machen, einigermaßen faßlich, muß man unbedingt immer ein klein wenig Lüge beimischen und das ist denn auch bis heute immer noch geschehen.

Dostojewski, Sinn der Läuterung, zusammengestellt von J. Schirmer, Berlin 1938

Und wenn alles, was man sagt, wahr sein muss, so ist darum nicht auch Pflicht, alle Wahrheit öffentlich zu sagen.

Kant, Nachlass

Was wahr ist beim Licht der Lampe, ist nicht immer wahr beim Licht der Sonne.

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Der Phantast verleugnet die Wahrheit vor sich, der Lügner nur vor anderen.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit, als Lügen.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Neuntes Hauptstück. Der Mensch mit sich allein

Vielleicht ist die Wahrheit ein Weib, das Gründe hat, ihre Gründe nicht sehen zu lassen?

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887)

Wo viel diskutiert wird, kommt auch die Wahrheit um.

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Der Mensch kann nie einer Wahrheit ein Kompliment machen, ohne die zweite auf den Fuß zu treten.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1837. Originaltext

Niemand spricht eine Wahrheit aus, die er nicht mit einem Irrtum verzollen müßte.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1838

Es gibt keine reine Wahrheit, aber ebensowenig einen reinen Irrtum.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1837