Wahrheit Sprüche – tiefgründig

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Die Redensart von der ›nackten Wahrheit‹ wurde deshalb erfunden, damit jeder sie zu seinem Vorteil kleiden kann.

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Die Wahrheit ist selten klar und niemals einfach.

Wilde, Ernst sein ist alles oder Bunbury, dt. auch: Die Bedeutung des Ernstseins (The Importance of Being Earnest), 1895. Erster Akt, Algernon. Übersetzt von Felix Paul Greve

Du willst die Wahrheit nicht als einen leuchtenden Sonnenstrahl in dein Herz fallen lassen? Dann wird sie einst als zuckender Blitzstrahl deine Finsternis durchschneiden und wird verheeren, wo sie gesegnet hätte.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Sehr oft macht die Wahrheit den Eindruck des Unmöglichen.

Dostojewski, Der Idiot, 1868-69

Das Wasser im Gefäß schimmert hell; das Wasser im Meer ist dunkel. Die kleine Wahrheit hat Worte, die klar und durchsichtig sind; die große Wahrheit hat unergründliches Schweigen.

Tagore, Verirrte Vögel (Stray Birds), 1916; hier übersetzt von Helene Meyer-Franck. [176]

Um gewisse Wahrheiten auszusprechen – dazu muss man schonsehrgereizt sein.

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

In Tatsachen gekleidet, fühlt die Wahrheit sich eingeengt. Im Gewande der Dichtung bewegt sie sich leicht und frei.

Tagore, Verirrte Vögel (Stray Birds), 1916; hier übersetzt von Helene Meyer-Franck. [140]

Es gibt Wahrheiten, aber keine Wahrheit. Ich kann ganz gut zwei völlig entgegengesetzte Dinge behaupten und in beiden Fällen recht haben.

Musil, Tagebücher. 1899-1904, Heft 4

Ein Schritt von der Wahrheit, und du bist meilenweit von ihr entfernt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Wahrheit muß man betheuern, die Lüge findet von selbst Glauben.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1896. Originaltext

Gewisse Schönheiten, wie gewisse Wahrheiten – wir Sterbliche halten beide noch für zweierlei – zu erblicken, muß man das Herz ebenso ausgeweitet und ausgereinigt haben wie den Kopf.

Jean Paul, Die unsichtbare Loge, 2. verbesserte Auflage 1822 (EA: 1793). Erster Teil. Vorredner

Die Menschen mit der Wahrheit gewinnen wollen, heißt eine Festung an ihrer stärksten Seite berennen.

Fock, Sterne überm Meer. Tagebuchblätter und Gedichte, 1917 (posthum)

Es gibt Wahrheiten, die man verschleiern muss, wenn man sie klar machen will.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Bei der Wahrheitssuche wie bei der Goldsuche arbeitet man nämlich nach ein und derselben Methode, das heißt, man gräbt und wühlt und rührt im Schmutz.

Fielding, Tom Jones – Die Geschichte eines Findelkindes (The History of Tom Jones, a Foundling), 1749

Keine Wahrheit ohne Mühe.

Ruskin, Ausgewählte Werke in vollständiger Übersetzung, 15 Bde., 1900-1906. Band 1: Die sieben Leuchter der Baukunst, 1904. II. Betrachtung. Der Leuchter der Wahrheit

Die reine Wahrheit taugt in diese[r] Welt des Scheins nicht. Rein ist sie Gift, verdünnt Arznei. Nur ein ideales Verhältnis erträgt völlige Wahrheit und Offenheit.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Je mehr Idole ein Mensch hat, desto weniger ist er imstande, die Wahrheit zu finden.

Kent, Philosophische Gedanken zur Homöopathie. Aphorismen, Groma Verlag 2004. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Wo sich viele Wahrheiten treffen, da liegt die Wahrheit.

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Die tiefste und neuste Wahrheit, die heute das Gehirn eines Weisen gebar, hat morgen ihren Stand auf der Zungenspitze jedes Toren und muß sich gefallen lassen, was Witz ohne Urteil aus ihr macht.

Ludwig (Hg.), Gedanken Otto Ludwigs. Aus seinem Nachlaß ausgewählt und hg. von Cordelia Ludwig, Leipzig 1903

Wahrheiten aus dem Mund eines Toren empören mehr, als Irrtümer aus dem Mund eines Weisen.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Von 100 Gespenstern haben uns 99 betrogen. Man incliniert also, es nicht zu glauben nach der Wahrscheinlichkeit der Mehrheit der Fälle, aber verwerfe nicht alles kurz! Nicht Lügner schelten, sondern: non liquet! [es ist nicht klar]

Pölitz (Hg.), Immanuel Kant’s Vorlesungen über die Metaphysik (aus drei Vorlesungsschriften), 1821 (posthum anonym hg. von Pölitz)