Weisheit Sprüche – abschied

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Der Narr tut, was er nicht lassen kann, der Weise läßt, was er nicht tun kann.

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Weisheit ist Distanz.

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Wie eine Flamme ausgeht vom Winde, verweht ist und Begriffe nicht mehr passen, so ist der von "Geist und Leib" befreite Weise: Er ist nicht mehr begrifflich zu erfassen.

Buddha, Sutta-Nipâta (auch: Suttanipāto), kleine Sammlung von Lehrvorträgen

Du willst mich Weisheit lehren Und warst selbst nie ein Tor? Lass ab, mich zu bekehren! Nicht findet, wer nichts verlor.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Die Römer sind es euch, die Griechen laßt ihr liegen? Ihr nehmt das Ei und laßt die Henne fliegen!

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Weiser Vorsatz Ich will nicht dein gedenken, Sollst nicht mehr bei mir sein In allem meinem Denken, In meinem ganzen Sein. Die Rose wird gepflücket Vom Sturm, an einem Tag, Den Felsen selbst zerstücket Ein einz'ger Donnerschlag. So will ich's auch erringen, Dem Alles ist geweiht – Schnell soll dies Herz erzwingen Sich die Vergeßlichkeit! Nicht, wie ja Alles müde Zu Grabe endlich schwankt, Nein, wie die Ros' verblühte, Und wie der Felsen wankt. So flieh miteinemSchlage Du Leid, so herb gesinnt, Dich tödt' aneinemTage, Vernunft, der rauhe Wind! Umsonst, umsonst ihr Mühen, Es trotzt ihr jede Stund – Nie wird des Herzens Glühen Besiegt vom weisen Mund!

Büchner, Frauenherz, 1862

Weise sein und lieben vermag kein Mensch.

Shakespeare, Troilus und Cressida (Troilus and Cressida), Erstdruck 1610

Narr in Verzweiflung Ach! Was ich schrieb auf Tisch und Wand Mit Narrenherz und Narrenhand, Das sollte Tisch und Wand mir zieren?… Doch ihr sagt: „Narrenhände schmieren, — Und Tisch und Wand soll man purgieren, Bis auch die letzte Spur verschwand!“ Erlaubt! Ich lege Hand mit an —, Ich lernte Schwamm und Besen führen, Als Kritiker, als Wassermann. Doch, wenn die Arbeit abgetan, Säh’ gern ich euch, ihr Überweisen, Mit Weisheit Tisch und Wand besch…

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887). Anhang. Lieder des Prinzen Vogelfrei

Am besten ist das Obst, wenn es zur Neige geht.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 12. Brief. Übers. Internet Originaltext: Gratissima sunt poma cum fugiunt

Traurigkeit ist der Dorn der Weisheit.

Matthewman, Rips and Raps, 1903. Übers. Internet