Weisheit Sprüche – erfahrung

259 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Weisheit erfahrung

Kind, lass dich von der Weisheit erziehen von Jugend auf, so wirst du sie gewinnen bis ins hohe Alter. Geh an sie heran wie einer, der ackert und sät, und warte auf ihre guten Früchte. Du brauchst dich nur ein wenig um sie zu mühen, dann wirst du bald ihre Früchte genießen. Unzugänglich ist sie für alle, die sich nicht erziehen lassen, und ein Unverständiger hält es bei ihr nicht aus. Denn sie ist für ihn ein schwerer Prüfstein, und er wirft sie bald von sich.

Altes Testament. Das Buch Jesus Sirach (#Sir 6,18-22)

Keiner geht zum Himmel ein, Der nicht war auf Erden; Weise will ein jeder sein, Niemand will es werden.

Feuchtersleben, Gedichte, 1836

Du willst ein Weiser werden? Lerne was hinreicht, um deiner eigenen Weisheit zu mißtrauen. Gib aber acht! damit du nicht alles erlernst, denn du würdest niemals mehr an etwas glauben.

Internet

Weisheit bekommt man nicht in den Schoß geworfen, man muß sie selber finden.

Internet

Weisheit entsteht durch Leiden.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Weisheit ist etwas anderes als Intelligenz.

Internet

Wer unter weisen Menschen der demütigste ist, der ist der weiseste.

Internet

Gesunde Vernunft, die von Herzensgüte durchwärmt und durch Erfahrung geschult wird, gestaltet sich zu praktischer Weisheit.

Internet

Die Weisheit des Menschen erleuchtet sein Angesicht; aber ein freches Angesicht wird gehasst.

Altes Testament. Der Prediger Salomo (Kohelet) (#Pred 8,1)

Nichts ist bei der häufigen Lektüre schädlicher, als daß uns die Lehren der Weisheit – ohne daß eine gegenwärtige Erfahrung sie auf uns bezöge – so wiederholet werden, daß wir sie nie auf uns anwenden.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Jenner 1797

Weisheit, von der diejenigen, die nie in ihre Schule gegangen sind, behaupten, sie sei schwer zu erlernen, lehrt uns im Grunde nur, eine allgemein bekannte Maxime auf andere Bereiche auszuweiten.

Internet

Die Flamme ist sich selber nicht so hell, als den anderen, denen sie leuchtet: so auch der Weise.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Neuntes Hauptstück. Der Mensch mit sich allein

Die höchste Weisheit ist, nicht weise stets zu sein.

Internet

Der Weg zur Weisheit beginnt beim Alphabet.

Internet

Wer höhere Weisheit erreichen will, muß mit besonderen Mitteln arbeiten. Aber menschliche Autorität ist nicht ein solches Mittel.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Man zieht einen Hahn nicht auf, damit er sich zum Krähen auf den Kopf setzt.

Internet

Man kann weise sein aus Güte und gut aus Weisheit.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Weisheit des Herzens, hg. von Heinz Rieder), 1958

Wenn Dich jemand will Weisheit lehren, so siehe in sein Angesicht. Dünket er sich noch; und sei er noch so gelehrt und noch so berühmt, laß ihn und gehe seiner Kundschaft müßig. Was einer nicht hat, das kann er auch nicht geben.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. An meinen Sohn Johannes 1799

Sei weise! Geh nicht zu denen, welche von sich reden; sie kennen nur das eigne, liebe Ich. Ein feines Ohr vermeidet die Trompeten; der Weise hält am liebsten sich für sich. Geh nicht zu denen, welche von sich schweigen; auch sie verehren nur ihr liebes Ich. Sie wollen sich als große Schweiger zeigen; der Weise hält am liebsten sich für sich. Und mußt du doch als Mensch zu Menschen gehen. So sprich und schweig, doch beides nicht für dich. Das Sprechen sei für die, die dich verstehen. Das Schweigen für der andern liebes Ich.

Internet

Wissen sollte man durch Weisheit ersetzen, dadurch wird Sorge schwinden. Alles nur mit dem Verstand zu erfassen wollen, wird Weisheit vertreiben.

Internet

Lehrbuch und Geschichte sind gleich lächerlich dem Handelnden. Aber auch kein stolzer Gebet als um Weisheit [sic], denn diese haben die Götter ein für allemal den Menschen versagt. Klugheit teilen sie aus, dem Stier nach seinen Hörnern und der Katze nach ihren Klauen, sie haben alle Geschöpfe bewaffnet.

Goethe, J. W., Tagebücher. 13. Jan. 1779