Weisheit Sprüche – gedanken

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Der Weise ist sein eigener bester Gehilfe.

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Die Flamme ist sich selber nicht so hell, als den anderen, denen sie leuchtet: so auch der Weise.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Neuntes Hauptstück. Der Mensch mit sich allein

Der Weise hat seinen Mund im Herzen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wer sich bezwang und ruhig ward, in dem wohnt still der höchste Geist, In Kält' und Hitze, Lust und Leid, in Ehren und in Schanden auch. In der Erkenntnis voll beglückt, gipfelhoch stehend, sinnbezähmt, Andächtig heißt der Yogin dann, wenn Erdkloß, Stein und Gold ihm gleich. Wer gegen Freund und Widerpart, Gleichgült'ge, Feind' und Sippen auch, Gegen Gute wie Böse auch gleichgesinnt ist, der ragt empor.

Schroeder (Übers.), Bhagavadgita. Des Erhabenen Sang, 1912. VI, 7-9

Es ist wunderbar, welche Kraft weise Gedanken aus einem schönen Munde haben.

Hamerling, Aspasia. Ein Künstler- und Liebesroman aus Alt-Hellas, 1875

Die Weisheit, welche nicht, Wie du, verständlich spricht, Die laß nicht in dein Haus: Sie gibt sich nur für Weisheit aus!

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Strebe weise zu sein, nach richtigem Denken zu handeln, denn es gehet der Tat stets der Gedanke voraus.

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Wo der Leib muß schwanken, Da schwanken auch die Gedanken; Aber Weisheit hat gern ihre Stell' In einer ruhigen, stillen Seel'.

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Ich möchte die Weisheit münzen d. h. sie prägen in Maximen, in Sprüchwörter und Sentenzen, leicht zu behalten und zu überliefern.

Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen, übersetzt von Franz Graf von Pocci, München 1851

Anklagen Ein Thor, der klaget Stets and're an! Sich selbst anklaget Ein halb schon weiser Mann! Nicht sich, nicht and're klaget Der Weise an.

Herder, J. G., Gedichte. Bilder und Sprüche

Einkehr Mit vierzig Jahren soll man sich besinnen . . . Worauf? Auf das, was außen und was innen – und auf den Lauf der Sterne, die im kalten Kosmos schweben, sowie auch darauf: Wovon mag eigentlich der Bornemann leben –? Die Wiese summt und liegt grün eingesponnen – ich mittendrin; durch die geschlossenen Lider sagen tausend Sonnen, daß ich lebendig bin. Schreite die Straße der Einsamkeit empor, Stimmen hörst du wie nie zuvor … aus dem Äther kommen dir Einsicht und Stärke Laßler platzt vor Neid. Ich werde ihn ärgern, indem ich es nicht bemerke. Wolken ziehn über die Sonne. Es rührt sich kein Blatt. Stumm liegt der See; der Weise, der einmal begriffen hat, fragt nicht: Warum? Er betrachtet nur noch das Wie; er sieht die Kristalle zergehn, wenn es geschneit hat – Warum schneidet man sich eigentlich immer die Nägel, wenn man keine Zeit hat –? So schwingst du dich in die obern Regionen – mußt aber dennoch hier unten wohnen. Ein Vers von Morgenstern tanzt querfeldein: »Es zieht einen immer wieder hinein.«

Tucholsky, Werke 1907-1935. In: Die Weltbühne, 23.07.1929, Nr. 30 (Theobald Tiger)

Die Weisheit in Sprüche einzudrechseln, Ist nimmermehr So verdienstvoll und schwer, Als sie in Thaten auszuwechseln!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Der Weise erwartet Nutzen oder Schaden nur von sich selbst.

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…aus den Stürmen seiner Zeit Tief in die Ruh der Einsamkeit Hineinzuflüchten, ziemt dem Weisen, Der gern mit seinem Herzen spricht.

Tiedge, Die Einsamkeit, 1792

Der Weise sucht alles in sich, der Tor in andern.

Nötzel (Hg.), Östliche Weisheit, gesammelt und übersetzt von Karl Nötzel, 1954 (EA: 1946)

Weisheit, du wirst Unsinn Im Mund des Schwärmers!

Ludwig, Die Makkabäer. Trauerspiel in fünf Akten, 1854

Narr in Verzweiflung Ach! Was ich schrieb auf Tisch und Wand Mit Narrenherz und Narrenhand, Das sollte Tisch und Wand mir zieren?… Doch ihr sagt: „Narrenhände schmieren, — Und Tisch und Wand soll man purgieren, Bis auch die letzte Spur verschwand!“ Erlaubt! Ich lege Hand mit an —, Ich lernte Schwamm und Besen führen, Als Kritiker, als Wassermann. Doch, wenn die Arbeit abgetan, Säh’ gern ich euch, ihr Überweisen, Mit Weisheit Tisch und Wand besch…

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887). Anhang. Lieder des Prinzen Vogelfrei

Dem, der sich weise dünkt, dem sag auf's leiseste: Wer sich zu weise dünkt, ist nicht der weiseste!

Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786

Sonderbare Gäste Daß mancher Fant bei mir gesessen, sollte mir hinterdrein übel bekommen. Er hat die Weisheit mit dem Löffel gegessen, den er von meinem Tische genommen.

Kraus, Worte in Versen I-IX, 1922-1930. III. Inschriften

So, wie die Grundregel der Weisheit darin besteht, daß man sich selbst erkenne – obgleich dies das Allerschwerste ist –, so besteht auch die Grundregel der Barmherzigkeit darin, daß man sich selbst genüge [...].

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Ein weisheitsvolles Herz ist höchste Göttergabe.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr