Weisheit Sprüche – hoffnung
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Nur die Weisheit ist es, welche die Traurigkeit aus dem Herzen vertreibt und die uns nicht vor Angst erstarren lässt. Unter ihrem Geleit lässt sich in Seelenfrieden leben.
Alle menschliche Weisheit ist in zwei Worten enthalten: warten und hoffen.
Weise dulden ernst und kraftvoll nicht des Leichtsinns eitle Nähe, steigen zu der Einsicht Warte, sehn tief unten Leid und Wehe. Lächelnd schaun sie auf die Menge wie von ferner Bergeshöhe.
Der Weise kennt keinen Zweifel, der Charaktervolle keine Angst, der Entschlossene keine Furcht.
Die Weisheit, die im Herzen eingeschlossen ist, gleicht einem Licht in einem Kruge.
Die Weisheit öffnete den Mund der Stummen und machte die Sprache der Unmündigen verständlich.
Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut.
Weisheit ist die Kraft der Schwachen.
Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß deinem Gaumen. So ist Weisheit gut für deine Seele; wenn du sie findest, wird dir's am Ende wohlgehen, und deine Hoffnung wird nicht umsonst sein.
Ach! du gleißest, ohne je zu laben! Öde Weisheit, einen Augenblick. Gib mir nur den Glaubenstraum des Knaben, Gib mein Herz, mein kindlich Herz zurück!
Der Weise minnet nichts so sehr wie Gottes Huld und seine Ehr'.
Weise Worte sind die prächtigste Brücke zum Glück.
Die Weisheit des Geringen bringt ihn zu Ehren und setzt ihn mitten unter die Fürsten.
Wer über diese Welt hinaussieht, und sich der andern bewußt ist, der vergilt nicht Böses mit Bösem, und trotzt nicht; aber er fürchtet auch nicht, und erschrickt nicht.
»So kommt denn«, fragst du, »nimmer weiter Das arme menschliche Geschlecht? So haben denn die edlen Streiter Umsonst gekämpft für Licht und Recht?« – Wir kommen weiter, trotz den Mängeln, Trotz allem, was uns täuscht und irrt, Ob auch ein Paradies von Engeln Die Erde nie erzeugen wird. Die Sonne wird, nach tausend Jahren, Wie heute, schwache Menschen sehn; Auch werden immer aus den Scharen Hervor erhabne Seelen gehn, Die unverletzlich die Gefahren Der Zeitenpestilenz bestehn. Die sind der Menschheit Licht und Leiter; Vor ihnen wird es hell und klar; Sie schreiten vor durch die Gefahr Und führen Menschenseelen weiter. Ein sieggewisser Göttermut Bezeichnet leuchtend diese Hohen; Sie sind die heiligen Heroen Auf denen Gottes Vollmacht ruht. Fern von des Lebens Wirbelkreisen, Und aus den Stürmen seiner Zeit Tief in die Ruh der Einsamkeit Hineinzuflüchten, ziemt dem Weisen, Der gern mit seinem Herzen spricht; Nur sich und Schätze seiner Gaben In ihrem Schoße zu begraben, Verhüllend das verliehne Licht, Wie die verkehrten Tugendhaften, Die heiligen Halbgötterschaften, Das ziemt dem weisen Manne nicht!
Möge der Sprechende ein Tor sein – wenn nur der Hörer weise ist.
Weisheit spannt den Willen ab und lässt ihn doch noch stark genug für das Rechte.
A n deinen Freund häng' ganz dein Herz Und theile mit ihm Freud' und Schmerz. B eweis dich zärtlich, treu und gut Stets in Geduld mit heitrem Mut. C hristlich zu leben und fromm zu sein Bestreb' dich ohne Heuchelschein. D ein' Rede sei Ja, Ja, Nein, Nein, So wirst du stets im Klaen sein. E s haben Hoffarth, Stolz und Pracht Schon manchen armen Mann gemacht. F reu' dich an des Nachbars Wohl, Da auch den Feind man lieben soll. G edenk', wenn's hie und da gebricht, Vollkommenheit findt' man hier nicht. H ilf Leidenden mit Rath und That, Auch dem, der's nicht verdienet hat. I n's Leiden gehe du auch gern, Auch dies ist Wohlthat vor dem Herrn. K rankheit Besuch versage nicht, Doch sprich da nur von Christenpflicht. L ies dann und wann ein gutes Buch, Das frommet mehr als manch' Besuch. M und und Hand und Herz und Haus halt' rein, Willst du ein braves Weibchen sein. N ie bösen Menschen dich vertrau', Sonst möcht' es dich nachher gerau'n. O b nun im Haus steht alles wohl, Dein Augenmerk stets bleiben soll. P rüf' all dein Thun, eh' es geschieht, Nachreu' bringt Schmerz und bessert nicht. Q uäl' dich ja nie mit Vorurtheil Und Eifersucht, es schafft Unheil. R egier' mit Sanftmut und Verstand, Arbeit' auch gern mit eigner Hand. S chmück' dich, wenn es dein Stand vermag, Doch ahm' nicht jede Mode nach. T ugend sei dein Kleid auf Erden, Sie macht dich zu des Himmels Erben. W ann's trüb hergeht, nicht trostlos wein', Auf Regen folget Sonnenschein. X anthippenstreiche hasse du, Mit Jedem leb' in Fried' und Ruh'. Z ur rechten Zeit sei streng und mild, Und so der Tugend Ebenbild. Z macht dem Reimen nun ein End', Gott segne All', die's gelesen hend.
Die Hochweisen Und stündet ihr ihm nicht bei Mit Kraft und list'gem Verstand, Gleich fiele dem lieben Gott Der Weltapfel aus der Hand!
Die Weisheit wärmt zu jeder Frist, Deren Unterfutter die Torheit ist.
Der Fromme und der Weise. Werde vom Frommen ein Weiser. Der Fromme rettet sich selbst nur; aber der Weise hilft, wem und worin er es kann.