Weisheit Sprüche – philosophisch

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Die Weisheit ist nur in der Wahrheit.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 3. Bandes 1. Heft, 1821

Was wahr ist, kann nicht schlecht sein; was schlecht ist, kann nicht wahr sein; was gut ist, kann nicht auf Unwahrheit beruhen; was schädlich ist, kann nur das Werk des Betrugs und des Wahnsinns sein und demzufolge nicht die Wertschätzung des Weisen verdienen. Die Weisheit taugt nichts, wenn sie nicht zum Glück führt.

Du Marsais, Über die Vorurteile (Essai sur les préjuges), 1769

Was sollte mich aber zu der Annahme nötigen, es könne niemand zur Weisheit gelangen, der die Buchstaben nicht kenne? Liegt doch die Weisheit nicht in den Buchstaben.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 88. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Quid est autem, quare existimemnon futurum sapientem eum, qui litteras nescit, cum sapientia non sit in litteris?

An dem Born der Wahrheit ruht sichs glücklich, heiter, ohne Schwere. Immerdar erfreut den Weisen edler Meister edle Lehre.

Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 79. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920

In der Qualität eines Menschen, als eines durch seine eigene Vernunft gewissen Pflichten unterworfenen Wesens, ist also jedermann ein Geschäftsmann; und, da er doch, als Mensch, der Schule der Weisheit nie entwächst, so kann er nicht etwa, als ein vermeintlich durch Erfahrung über das, was ein Mensch ist und was man von ihm fordern kann, besser belehrter, den Anhänger der Theorie mit stolzer Verachtung zur Schule zurückweisen.

Kant, Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis, 1793. I. Von dem Verhältnis der Theorie zur Praxis in der Moral überhaupt

Fehlt dir Weisheit, was kannst du erwerben? Hast du Weisheit erworben, was fehlt dir?

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Auf dem richtigen Weg wird die natürliche Veranlagung Weisheit.

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Manche Philosophen haben das Unglück, dass sie selbst zwar Freunde der Weisheit sind, die Weisheit aber nicht ihre Freundin ist.

Weis, Schlaglichter. Aphorismen und Epigramme, 1893

Ob man will oder nicht, man muß sagen, die größte Weisheit ist das Wissen darum, daß es sie nicht gibt.

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Der Weg zur Wissenschaft. Sag’ o Weiser, wodurch du zu solchem Wissen gelangtest? „Dadurch, daß ich mich nie andre zu fragen geschämt.“

Herder, Blumen aus morgenländischen Dichtern gesammlet (in: Zerstreute Blätter, 4. Sammlung), 1792. Erstes Buch

Der Weg der Exzesse führt in den Palast der Weisheit.

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"Nester" (Vogelopfer) und "Reinigungen" sind die Hauptspeisen der Weisheit, Astronomie und Geometrie sind nur Beilagen dazu.

Sprüche der Väter, altjüdisches Schrifttum außerhalb des Kanons der Bibel. Rabbi Eliezer, Chasmas Sohn

Die Kunst der Weisheit besteht darin, zu wissen, was man übersehen muss.

James, The Principles of Psychology, 1890. Originaltext: The art of being wise is the art of knowing what to overlook.

Über den letzten Grund der Weisheit denkt man im Alter nach.

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Wo Außen und Innen gleich, ist Wissens Unendlichkeit, wo Schatten und Licht identisch, ist der Weisheit Unendlichkeit.

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Willst du Weisheit dir erjagen, lerne Wahrheit erst ertragen.

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Solchen selbst, auf deren Wissen alle Welt bewundernd schaut, Deren Geist des höchsten Fluges durch den Himmel sich getraut, Ja auch ihnen, wenn der Dinge Urgrund sie ergründen wollen, Wird es schwindeln, und sie wissen nicht mehr, was sie sagen sollen.

Chayyam, Strophen des Omar Chiijam, übersetzt von Adolf Friedrich Graf von Schack 1878

Nur wenn wir zu unseren höheren Gedanken zurückkehren und uns dem prophetischen Geist, der jedem Menschen innewohnt, hingeben, können wir erkennen, was er uns sagen will. Diese Worte eines jeden, der von dieser Ebene des Seins spricht, erscheinen denen, die dort nicht zu Hause sind, wie müßiges Geschwätz.

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Denn dies wird ja als der erste Schlüssel zur Weisheit bestimmt: das beständige und häufige Fragen.

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Unsinnig ist die Behauptung, wir könnten ohne gelehrte und fromme Lehrer keine Erleuchtung finden. Die Weisheit ist angeboren, und wir können uns alle selbst erleuchten.

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Das Wissen wird nur dann zur Weisheit, wenn es sich in Leben verwandelt, die Gelehrsamkeit hilft uns und der Welt nur dann, wenn sie uns zu einer großen, eigenen Erfahrung geworden ist, und die Erkenntnis zeigt sich daran, dass sie goldene Früchte trägt.

Loeben, Lotosblätter. Fragmente von Isidorus, 2 Bde., 1817