Zeit Sprüche – hoffnung

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An Menschenhoffnung kehrt die Zeit sich nimmermehr, sie eilt von hinnen, nur bedacht auf ihre Flucht.

Euripides, Der rasende Herakles (auch: Der Wahnsinn des Herakles), zwischen 422 und 414 v. Chr.

Alle Dinge kommen zu dem, der zu warten versteht.

Langewiesche (Hg.), Die Unbesiegten. Worte deutscher Denker, hg. von Karl Robert Langewiesche, 1923 (EA: 1920)

Wenn einem zum Tod Verurteilten eine Stunde geschenkt wird, so ist sie ein Leben wert.

Lichtenberg, Sudelbuch F, 1776-1779. [F 1163]

Gott hat uns Kredit gegeben, nämlich die Zeit, in der wir leben. Wer diese Zeit recht eifrig nützt, wird auch von oben unterstützt.

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Wenn auch die Zeiten noch so trübe scheinen, ich halte sie nicht für so schwarz, als sie gemalt wurden.

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Die Zeit hilft alles tragen. Die lindernde Macht alle Schmerzen, alle Qualen leicht.

Herder, Der entfesselte Prometheus. Scenen, 1802. 1. Prometheus

Aufgeschoben Ist nicht aufgehoben.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846. Die lateinische Version des Satzes "Quod differtur, non aufertur." soll von Arnobius dem Jüngeren stammen.

Die Zeit entschuldigt, wie sie tröstet. Worte sind in beiden Fällen von wenig Kraft.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 7. Buch, 5. Kapitel

…schlägt die Zeit auch schlimme Wunden, Das Herz trotzt ihrer Allgewalt.

Bodenstedt, Aus dem Nachlasse Mirza-Schaffys, 1874

Es will die Zeit mit ihrem Schutt verdecken Den hellen Quell, der meiner Brust entsprungen, Umsonst Gebete himmelan geschwungen, Sie mögen nicht das Ohr der Gnade wecken. So laß die Nacht die grausen Flügel strecken, Nur immerzu, mein tapfres Schiff gedrungen! Wer einmal mit den Wogen hat gerungen, Fühlt sich das Herz gehoben in den Schrecken. Schießt zu, trefft, Pfeile, die durchs Dunkel schwirren! Ruhvoll um Klippen überm tück'schen Grunde Lenk ich mein Schiff, wohin die Sterne winken. Mag dann der Steuermann nach langem Irren, Rasch ziehend alle Pfeile aus der Wunde, Tot an der Heimatküste niedersinken!

Eichendorff, J., Gedichte. Ausgabe 1841. Sonette, 3.