Zeit Sprüche – kinder
20 Sprüche gefunden
Nichts ist so sehr für die gute alte Zeit verantwortlich wie das schlechte Gedächtnis.
Die Zeit verzehrt die Kinder der Zeit; ein Kind der Zeit ist aber auch das Leid, und seine angemaßte Ewigkeit ist nur ein Betrug.
Als Kind in Glück und Leid schlich langsam mir die Zeit. Als Jüngling stolz und kühn spazierte sie dahin. Als reifer Mann zuweilen sah ich sie furchtbar eilen.
Eure Kinder rufen laut: Eure Zeit wird euch geklaut!
Alles mag erkauft werden außer Zeit, Vater und Mutter.
O fünfzehn Jahre, lange öde Zeit! Wie sind die Bäume jetzt so starr und breit! Der Hütte Tür vermocht' ich kaum zu regen, Da schoß mir Staub und wüst Gebrüll entgegen, Und an dem blanken Gartensaale drüben, Da steht 'ne schlanke Maid mit ihrem Lieben, Die schaun sich lächelnd in der Seele Grund, In ihren braunen Locken rollt der Wind: Gott segne dich, du bist geliebt, mein Kind, Bist fröhlich und gesund!
Die besten Zeitmaschinen sind unsere Kinder.
Merkt auf, die Zeit ist sonderbar. Und sonderbare Kinder hat sie uns.
Die Zeit läßt alle Dinge reifen – kein Mensch wird klug geboren.
Jetz hemmer's un jetz simmer do; es chunnt e Zyt, würd's anderst goh. 's währt alles churzi Zyt, der Chilchhof isch nit wyt.
Ein jeder ist ein Kind der Zeit.
Wo ist die gute alte Zeit? Wie ist die Jugend so verdorben! Das ist der Väter ew'ge Klage. Und sind die Väter gestorben, So hör' ich wieder der Söhne Frage: Wo ist die gute alte Zeit? Wie ist die Jugend so verdorben! So ging's und geht's in Ewigkeit.
Lieder eines Lumpen I. Als ich ein kleiner Bube war, War ich ein kleiner Lump; Zigarren raucht' ich heimlich schon, Trank auch schon Bier auf Pump. Zur Hose hing das Hemd heraus, Die Stiefel lief ich krumm, Und statt zur Schule hinzugeh'n, Strich ich im Wald herum. Wie hab' ich's doch seit jener Zeit So herrlich weit gebracht! – Die Zeit hat aus dem kleinen Lump 'n großen Lump gemacht.
Die Zeit ist ein Knabe, der spielt, hin und her die Brettsteine setzt: Knabenregiment!
Jedes Zeitalter hat sein eigenes Gespenst, und unter Zittern und Zähneklappern vor demselben erziehen sich die Völker.
Vorletzte Stunde Jede Stunde ist Tochter und Mutter zugleich Und macht uns arm, und macht uns reich. Und immer öffn' ich von neuem die Tür: "Tritt ein, du Stunde, was bringst du mir?" Sie schaut mich an: "Mich hab' ich gebracht; So hab' ich dein Leben reicher gemacht." – "Und ärmer!" schrei ich. Sie nickt und geht. Die Tochter schon auf der Schwelle steht. "Du, deine Mutter an mich vergaß! Bring du mir endlich" … Ernst fragt sie: "Was?" – "Das Leben!" fleh' ich. Da geht sie schon: "Vielleicht weiß meine Tochter davon." Und Kommen und Gehn und Kommen und Gehn, Kann kaum mehr an der Türe stehn, Und da schlurft noch eine Stunde herein, Und die wird nimmermehr Mutter sein…
Ich bin ein Kind meiner Zeit und will es sein; aber ein Kind meiner Tage will ich nicht sein.
An der Quelle "An der Quelle saß der Knabe," Ungetrübt sein Herz und klar, Wie im Frühling oder Sommer Dieses kleine Bächlein war. "An der Quelle saß der Knabe," An der Quelle sitzt der Mann; Ach, wie doch so Vieles bleiben Und so viel sich ändern kann!
Angeboren ist das Zeitbewußtsein nicht; dem Säugling fehlt es noch; es muß irgendwie erworben, aus irgendwelchen Vorbedingungen psychologisch entstanden sein.
Zeit nimmt die kleinen Menschen auf den Arm und hebt sie zu den Häuptern der Großen empor, dass sie so weit sehen wie diese.