Zeit Sprüche – leben

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In Lebensfluten, im Tatensturm Wall ich auf und ab, Webe hin und her! Geburt und Grab, Ein ewiges Meer, Ein wechselnd Weben, Ein glühend Leben, So schaff ich am sausenden Webstuhl der Zeit Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid.

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Nacht, Geist zu Faust

Unser Zeitalter ist seinem Wesen nach tragisch, also weigern wir uns, es tragisch zu nehmen. Die Katastrophe ist hereingebrochen, wir stehen zwischen den Trümmern, wir fangen an, neue kleine Gewohnheiten zu bilden, neue Hoffnungen zu hegen. Es ist ein hartes Stück Arbeit: Kein ebener Weg führt in die Zukunft; wir umgehen die Hindernisse jedoch oder klettern über sie hinweg. Wir müssen leben – einerlei, wie viele Himmel eingestürzt sind.

Lawrence, Lady Chatterleys Liebhaber, auch: Lady Chatterley und ihr Liebhaber (Lady Chatterley’s Lover), 1928

Jede Minute, Mensch, sei dir ein volles Leben! – Verachte die Angst und den Wunsch, die Zukunft und die Vergangenheit! – Wenn der Sekundenweiser dir kein Wegweiser in ein Eden deiner Seele wird, so wirds der Monatsweiser noch minder, denn du lebst nicht von Monat zu Monat, sondern von Sekunde zu Sekunde!

Jean Paul, Leben des Quintus Fixlein, 1796. Des Quintus Fixlein Leben bis auf unsere Zeiten. Letztes Kapitel

Zeit ist Leben, und Leben ist Zeit.

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Man schilt die Zeit schlecht, weil man nicht die erforderliche Stärke für die Aufgaben besitzt, die sie stellt.

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Niemand verteilt sein Geld unter andere, jedermann seine Zeit und sein Leben. Mit nichts in der Welt sind sie so verschwenderisch, als mit diesen Dingen, womit allein zu geizen nützlich und löblich wäre.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)

Das Leben ist Nur ein Moment, der Tod ist auch nur einer!

Schiller, Maria Stuart, 1800. 3. Akt, 6. Auftritt, Mortimer

Begegnen wir der Zeit, wie sie uns sucht.

Shakespeare, Cymbeline (The Tragedie of Cymbeline), Erstdruck 1623

Das Leben, das uns gegeben ist, ist lang genug und völlig ausreichend zur Vollführung auch der herrlichsten Taten, wenn es nur von Anfang bis Ende gut verwendet würde.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 1. Kapitel. Übers. Otto Apelt (1923) Originaltext: Satis longa vita et et in maximarum rerum consummationem large data est, si tota bene collocaretur

Den Verhältnissen und Nöten gegenüber fühle dich als Entdecker.

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Zeit ist Leben, und Leben ist Verantwortung, und Verantwortung bestimme eure Zeit.

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Es rennt der Mensch, es fliehet Vor ihm das bewegliche Ziel. Er zieht und zerrt vergebens Am Vorhang, der schwer auf des Lebens Geheimnis, auf Tagen und Nächten ruht.

Goethe, Der Zauberflöte zweyter Theil. Librettofragment, 1798. Kap. 1, Wächter zu zweien

Und welche Sekunde ist die wichtigste im ganzen Leben? Gewiß nicht die letzte, wie Theologen sonst sagten, sondern wahrscheinlich die erste, wie Ärzte bewiesen.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Drittes Kapitel. Natur der Mädchen. § 84

Jeder Tag mag so gestaltet werden, als ob er die Reihe der Tage beende und das Leben restlos erfülle. Wenn Gott uns dazu noch das Morgen schenkt, so wollen wir es frohen Herzens hinnehmen.

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Nicht das Leben, das wir empfangen, ist kurz, nein, wir machen es dazu; wir sind nicht zu kurz gekommen; wir sind vielmehr zu verschwenderisch.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 1. Kapitel. Übers. Otto Apelt (1923) Originaltext: Non accepimus brevem vitam, sed fecimus, nec inopes eius, sed prodigi sumus

Ab und zu wird man auf seiner Lebensbahn durch einen kleinen Zwischenfall unliebsam daran erinnert, daß die Zeit dahinschwindet mit Jugend und gereiftem Mannesalter.

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Die Welt kann nichts weniger ertragen als gute Tage.

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Die halbe Zeit vergeht im Widerstand, die halbe mit dem Ärger.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. II. Von der Gesellschaft

Die Zeiten sind schwer, drum muß der Mensch die Freude leicht ergreifen.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 4. Akt, 3. Szene, Stüssi

Meine Zeit, das ist mein Leben. Wem ich eine Stunde meiner Zeit gebe, dem schenke ich ein Stück von meinem Leben.

Merian (Hg.), Leuchte. 366 Gedanken und Gedichte deutscher Denker und Dichter, Gerhard Merian, um 1922

Es liegt vor mir ein Stapel Fotos, versonnen schau ich vor mich hin auf all die Bilder, die mich zeigen, als so herrlich jung ich bin. Es sagt der Volksmund, daß die Jugend wohl einer Rosenknospe gleicht, und ich schau auf mein Gegenüber und leise Wehmut mich beschleicht. Da lacht vergnügt und unbekümmert entgegen mir mein eigen Ich und ich stell fest, daß seit dem Lachen ein halb Jahrhundert fast verstrich. Dann aber frag ich mich energisch, sollt ich verzagen denn vielleicht, weil das letzte Lebensdrittel im Lauf der Jahre nun erreicht? Und voller Selbstbewußtsein denk ich, es sieht doch auch ein Trockenstrauß, wenn er geschmackvoll ist gebunden, durchaus recht hübsch und reizvoll aus.

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