Zeit Sprüche – mut

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Jeder Mann von Ehrgeiz muß gegen sein Jahrhundert mit dessen eigenen Waffen kämpfen.

Wilde, Ein idealer Gatte (An Ideal Husband), 1895

Zehn Jahre lang den Pfad der Tugend wandeln ist nicht genug; einen einzigen Tag Übels tun ist zu viel.

Wyss-Vögtlin (Übers.), 700 chinesische Sprichwörter, 1965 (EA: 1942)

In Zeiten großer Gefahr darfst du mit dem Teufel gehen, aber nur bis über die Brücke.

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Auf, und wende den Schritt heiter ins Leben hinein! Schmälre die Stunden nicht, die dir der Tag beschert.

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Die neue Zeit braucht nicht mehr Titel und Pergamente, sie braucht frische Tat und Kraft.

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Der Tag nimmt seinen Lauf, ob du aufstehst oder nicht.

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Die Zeit fliegt, aber vergiss nicht, dass du der Navigator bist.

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Eine schwere Zeit ist wie ein dunkles Tor. Trittst du hindurch, trittst du gestärkt hervor.

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Unser Zeitalter ist seinem Wesen nach tragisch, also weigern wir uns, es tragisch zu nehmen. Die Katastrophe ist hereingebrochen, wir stehen zwischen den Trümmern, wir fangen an, neue kleine Gewohnheiten zu bilden, neue Hoffnungen zu hegen. Es ist ein hartes Stück Arbeit: Kein ebener Weg führt in die Zukunft; wir umgehen die Hindernisse jedoch oder klettern über sie hinweg. Wir müssen leben – einerlei, wie viele Himmel eingestürzt sind.

Lawrence, Lady Chatterleys Liebhaber, auch: Lady Chatterley und ihr Liebhaber (Lady Chatterley’s Lover), 1928

Wir müssen mit der Zeit fortgehen, oder die Zeit schleppt uns fort, ans Zurückgehen ist nicht mehr zu denken; glücklich ist der, der willig gehet [...].

Herder, Sophron. Gesammelte Schulreden, 1810 (posthum). XII. Schulen, eine öffentliche Landessache zum gemeinen Besten. (Bei der Einführung des Herrn Direktors Böttiger und Hrn. Sub-Konrektors Stiebriz.), 1791

Wanderlust Die Zeit, sie orgelt emsig weiter, Sein Liedchen singt dir jeder Tag, Vermischt mit Tönen, die nicht heiter, Wo keiner was von hören mag. Sie klingen fort. Und mit den Jahren Wird draus ein voller Singverein. Es ist, um aus der Haut zu fahren. Du möchtest gern wo anders sein. Nun gut. Du mußt ja doch verreisen. So fülle denn den Wanderschlauch. Vielleicht vernimmst du neue Weisen, Und Hühneraugen kriegst du auch.

Busch, W., Gedichte. Schein und Sein, 1909

Im Hasten und Jagen der Tage liegt, wenn man genauer zusieht, der schüchterne, sich kaum hervorwagende Wunsch nach neuer Ausgestaltung.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Es sind immer nur Viertelstunden, die über den Ausgang einer Schlacht entscheiden.

Rehlen (Hg.), Berühmte Aussprüche und Worte Napoleons von Korsika bis St. Helena, Leipzig 1906

Den Verhältnissen und Nöten gegenüber fühle dich als Entdecker.

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Bis zur Vollführung einer furchtbar'n Tat Vom ersten Antrieb ist die Zwischenzeit Wie ein Phantom, ein grauenvoller Traum.

Shakespeare, Julius Cäsar, Erstdruck 1623. II, 1, Julius Cäsar

Soll zum Sieg Die Wahrheit gelangen, Mußt du den Krieg In dir anfangen.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Es ist eine Ferne, die war, von der wir kommen. Es ist eine Ferne, die sein wird, zu der wir wandern.

Kyber, Die drei Lichter der kleinen Veronika. Roman einer Kinderseele in dieser und jener Welt, 1929

Die Stimme der Zeit [...] ruft dem Menschen zu: vorwärts!

Dickens, Die Silvesterglocken (The Chimes), 1844. Drittes Viertel

Die ZarenEin Gedicht-Kreis (1899-1906)I Das war in Tagen, da die Berge kamen: die Bäume bäumten sich, die noch nicht zahmen, und rauschend in die Rüstung stieg der Strom. Zwei fremde Pilger riefen einen Namen, und aufgewacht aus seinem langen Lahmen war Ilija, der Riese von Murom. Die alten Eltern brachen in den Äckern an Steinen ab und an dem wilden Wuchs; da kam der Sohn, ganz groß, von seinen Weckern und zwang die Furchen in die Furcht des Pflugs. Er hob die Stämme, die wie Streiter standen, und lachte ihres wankenden Gewichts, und aufgestört wie schwarze Schlangen wanden die Wurzeln, welche nur das Dunkel kannten, sich in dem breiten Griff des Lichts. Es stärkte sich im frühen Tau die Mähre, in deren Adern Kraft und Adel schlief; sie reifte unter ihres Reiters Schwere, ihr Wiehern war wie eine Stimme tief, – und beide fühlten, wie das Ungefähre sie mit verheißenden Gefahren rief. Und reiten, reiten... vielleicht tausend Jahre. Wer zählt die Zeit, wenn einmal Einer will. (Vielleicht saß er auch tausend Jahre still.) Das Wirkliche ist wie das Wunderbare: es mißt die Welt mit eigenmächtigen Maßen; Jahrtausende sind ihm zu jung. Weit schreiten werden, welche lange saßen in ihrer tiefen Dämmerung.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Das Buch der Bilder, 1902/1906. Des zweiten Buches erster Teil

Es will die Zeit mit ihrem Schutt verdecken Den hellen Quell, der meiner Brust entsprungen, Umsonst Gebete himmelan geschwungen, Sie mögen nicht das Ohr der Gnade wecken. So laß die Nacht die grausen Flügel strecken, Nur immerzu, mein tapfres Schiff gedrungen! Wer einmal mit den Wogen hat gerungen, Fühlt sich das Herz gehoben in den Schrecken. Schießt zu, trefft, Pfeile, die durchs Dunkel schwirren! Ruhvoll um Klippen überm tück'schen Grunde Lenk ich mein Schiff, wohin die Sterne winken. Mag dann der Steuermann nach langem Irren, Rasch ziehend alle Pfeile aus der Wunde, Tot an der Heimatküste niedersinken!

Eichendorff, J., Gedichte. Ausgabe 1841. Sonette, 3.