Zeit Sprüche – neuanfang

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Im Schmerze wird die neue Zeit geboren.

Chamisso, Gedichte. Gelegenheitsgedichte. Aus: Auf den Tod von Otto von Pirch, 1833

Alles geschieht nur nach und nach.

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Wer in der Zeit immer nur das Alte sieht, ist ein Pedant. Wer in ihr nur neues erblickt, ist ein Dummkopf.

Grillparzer, Studien zur Philosophie und Religion

Es kommt die Zeit, wo alle Last Zu Grabe wird getragen, Es kommt die Zeit, wo ernst bewusst Das Herz beginnt zu schlagen.

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Im Hasten und Jagen der Tage liegt, wenn man genauer zusieht, der schüchterne, sich kaum hervorwagende Wunsch nach neuer Ausgestaltung.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Die Zeiten ändern sich und wir mit ihnen.

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Ich will neu lernen, die Zeit auszukaufen.

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Und welche Sekunde ist die wichtigste im ganzen Leben? Gewiß nicht die letzte, wie Theologen sonst sagten, sondern wahrscheinlich die erste, wie Ärzte bewiesen.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Drittes Kapitel. Natur der Mädchen. § 84

Jeder Tag mag so gestaltet werden, als ob er die Reihe der Tage beende und das Leben restlos erfülle. Wenn Gott uns dazu noch das Morgen schenkt, so wollen wir es frohen Herzens hinnehmen.

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Jedes Zeitalter schlägt von der hinter ihm liegenden Literatur andere Bücher auf und andere zu, lernt Vergessenes wieder und vergisst Gelerntes.

Pauly, Aphorismen, 1905

Wochenkalender Montag erst. – Entsetzlich! Freudelos Neu beginne, wo die Woche schloß. Dienstag erst. – Entsetzlich! Ohne Sinn Spinnen fort des Lebens grau Gespinn. Mittwoch erst. – Entsetzlich! Ohne Ziel Neu durchspielen das durchspielte Spiel. Donnerstag. – Entsetzlich! Ohne Gnad Neu durchmessen den durchmessnen Pfad. Freitag schon. – Entsetzlich! Wirrer Tand Neu durchwaten den durchwatnen Sand. Samstag schon. – Entsetzlich! Ohne Gruß Ewig wandern um des Hügels Fuß. Sonntag heut. – Entsetzlich! Wieder neu Segeln an dem Leuchtturm hier vorbei.

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Wir leben in einer Zeit des Überganges. Das Alte stirbt ab, das Neue gewinnt an Kraft und dringt vorwärts. Der Widerstreit des Rücklaufenden und des Vorwärtsstrebenden verleiht den Verhältnissen oft ein wunderliches Gepräge, sodaß bei oberflächlichem Zuschauen es oft unklar bleibt, ob man in der ärgsten Reaktion oder schon in der Morgendämmerung einer neuen Zeit lebt.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Ewig herrscht der Wechsel auf der Erde, Eins zerstäubt, damit das andre werde; Töten muß, was Leben bringt. Rastlos wirkt die Zeit von Licht zu Lichte, Treibet immer Blüten, reifet Früchte, Die sie gierig selbst verschlingt.

Raupach, Timoleon der Befreier. Ein dramatisches Gedicht, 1814. 1. Akt, Chor

Wie schnell doch die Zeit verrinnt, merkst du am besten, wenn du einen Wechsel unterschrieben hast.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

An Leib und Seele umgestalten Kann uns der Jahre Flüchtigkeit.

Anzengruber, L., Gedichte. Aus: Das war die Zeit

Kein Mensch dreht die Zeit zurück …

Tucholsky, Werke 1907-1935. Aus: Augen in der Großstadt, in: Arbeiter Illustrierte Zeitung, 1930, Nr. 11 (Theobald Tiger), wieder in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931

Die Zeit frisst sich stündlich selber auf, um sich stündlich neu zu gebären.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929