Zeit Sprüche – romantisch
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Gertrude, weiße Blume, was bist du so stolz? Es wächst kein grünes Blättlein am trockenen Holz. Gertrude, weiße Blume, der Flieder, der blüht; die Nachtigall im Walde, die singet ihr Lied. Sie singet von Liebe, sie singet von Glück; die Zeit, die verpaßt ist, die kommt nicht zurück.
Ich liebe Dich … sobald Du Zeit hast.
Schönheit nicht wehrhaft Laßt uns in den Garten gehen, Schönes Lieb, damit wir sehen, Ob der Blumen Ehr, die Ros, So eure Farb gezeiget, Da sie heut der Tau aufschloß, Ihre Pracht noch nicht abneiget. Sieh doch, von wie wenig Stunden Ihre Schönheit überwunden, Wie zu Grund liegt all ihr Ruhm! Wie sollt man, Natur, dich ehren, Da du ein solch Blum Einen Tag kaum lasset wehren? Was ist es dann, daß ihr fliehet, Indem euer Alter blühet, Von meinet Lieb Süßigkeit? Ach, genießet eurer Jahren! Die Zeit wird eure Schönheit Nicht mehr, dann die Rosen sparen.
Die tausend Schritte, die ich täglich schreite Die tausend Schritte, die ich täglich schreite, Seitdem der tolle Wahn mein Herz besessen, Stets auf dem Weg, den ich nicht kann vergessen, Bald in der Sonne, bald des Monds Geleite; Wenn ich im Geiste sie zusammenreihte, Wieviel des Landes hätt' ich wohl durchmessen, Wie vieles hätt ich sehen wohl indessen Und hören können in der Fern' und Weite! Meinst du, daß du versammelt alle Strahlen Der Schönheit habest so an deinem Bette, Daß all die Weit' dagegen leere Schalen? Die Berge, Wälder, Ströme, Menschen, Städte! Womit willst du das Leben mir bezahlen, Das ich versitz' an deiner Liebe Kette?
Wie sich auch die Zeit will wenden, enden Will sich nimmer doch die Ferne, Freude mag der Mai mir spenden, senden Möcht' Dir alles gerne, weil ich Freude mir erlerne, Wenn Du mit gefaltnen Händen Freudig hebst der Augen Sterne. Alle Blumen mich nicht grüßen, süßen Gruß nehm' ich von Deinem Munde. Was nicht blühet Dir zu Füßen, büßen Muß es bald zur Stunde, eher ich auch nicht gesunde, Bis Du mir mit frohen Küssen Bringest meines Frühlings Kunde. Wenn die Abendlüfte wehen, sehen Mich die lieben Vöglein kleine Traurig an der Linde stehen, spähen Wen ich wohl so ernstlich meine, daß ich helle Tränen weine, Wollen auch nicht schlafen gehen, Denn sonst wär' ich ganz alleine. Vöglein euch mag's nicht gelingen, klingen Darf es nur von ihrem Sange, Wie des Maies Wonneschlingen, singen Alles ein in neuem Zwange; aber daß ich Dein verlange Und Du mein, mußt Du auch singen, Ach das ist schon ewig lange.