Zeit Sprüche – tiefgründig

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Spruch des Konfuzius Dreifach ist des Raumes Maß: Rastlos fort ohn Unterlaß Strebt die Länge, fort ins Weite Endlos gießet sich die Breite, Grundlos senkt die Tiefe sich. Dir ein Bild sind sie gegeben: Rastlos vorwärts mußt du streben, Nie ermüdet stille stehn, Willst du die Vollendung sehn; Mußt ins Breite dich entfalten, Soll sich dir die Welt gestalten; In die Tiefe mußt du steigen, Soll sich dir das Wesen zeigen. Nur Beharrung führt zum Ziel, Nur die Fülle führt zur Klarheit, Und im Abgrund wohnt die Wahrheit.

Schiller, F., Gedichte. Hier: 1795

Jede Zeit ist eine Sphinx, die sich in den Abgrund stürzt, sobald man ihr Rätsel gelöst hat.

Heine, Die romantische Schule, 1836. Erstes Buch

Und sag nicht: Wenn ich Muße habe, will ich ihn [einen Ausspruch, den man nicht verstehen kann] studieren! Vielleicht fehlt dir die Zeit dazu.

Sprüche der Väter, altjüdisches Schrifttum außerhalb des Kanons der Bibel. 2, 5. Übersetzt von Paul Rießler

Jede Zeit ist ein Rätsel, das nicht sie selber, sondern erst die Zukunft löst.

Jhering, Geist des römischen Rechts auf den verschiedenen Stufen seiner Entwicklung, 1852-65

"Sie haben eine Karte für den Bummelzug, und Sie sitzen im Expreß. Sie müssen nachzahlen!" "Nein. Wozu? Fahren Sie langsamer, ich habe Zeit."

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Daß langes Schauen zweifellos erblinde, Und wer den Fäden rastlos nachgespürt, Daß dieser, gleich dem überreizten Kinde, So dümmer wird, je länger er studiert?

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Die Phrase ist die Bartbinde der Dummheit

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O wer weiß, Was in der Zeiten Hintergrunde schlummert?

Schiller, Don Carlos (ursprünglich Dom Karlos), Infant von Spanien, 1782-1787; Erstdruck des ganzen Dramas 1787. 1. Akt, 1. Auftritt, Don Carlos

Menschen von einigem Talent (wie Erhard) haben sich so sehr mit den gestickten Gewändern des Jahrhunderts umhangen, so viel Fremdes, was schön ist, umlegt ihr Eignes, das auch schön ist, daß man kaum zum eigentlichen Wesen durchdringen kann. Nehmt ihnen die Zeit ab: wie wenig sind sie von denen verschieden, auf die sie herabsehen! – Es sollte eine Abschälungstheorie geben, um den, der viel von der Zeit geborgt, doch nicht über den zu setzen, der wenig geborgt.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. Februar 1803

Es gibt mehr Tage als Würste.

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Tag wird es auf die dickste Nacht, und kommt Die Zeit, so reifen auch die spätsten Früchte!

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 3. Akt, 2. Auftritt, Karl VII.

Man muß die Hälfte seiner Zeit vertun, um mit der anderen etwas anfangen zu können.

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Ein Zeitalter ist umso aufgeklärter, je mehr Rätsel es entdeckt.

Friedell, Die Judastragödie. In vier Bühnenbildern und einem Epilog, entstanden 1916, Erstdruck 1920

Was Dauer hat, geht langsam auf im schweren deutschen Boden.

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Das Sieb der Zeit ist weitmaschig, man muß sich recken, wenn man drinnen bleiben will.

Gött, Zettelsprüche. Aphorismen, hg. von Volker Schupp und Reinhard Pietsch, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 1982