Zeit Sprüche – weisheit

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Wer vermag seine Zeit klar zu durchschauen? Wer sieht, wohin sie treibt, fühlt, woher der Wind weht? Selbst die Hellsten haben nur Ahnungen und Mutmaßungen. Das Genie schlägt die rechte Richtung ein, ohne sich dessen klar bewusst zu sein, von der ihm innewohnenden, rätselhaften Kraft getrieben.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Die gewöhnlichen Leute sind bloß darauf bedacht, die Zeit zuzubringen; wer irgendein Talent hat, – sie zu benutzen.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 2: Von dem, was einer ist

So lange wir jung sind, mag man uns sagen, was man will, halten wir das Leben für endlos und gehen danach mit der Zeit um. Je älter wir werden, desto mehr ökonomisieren wir unsere Zeit. Denn im späteren Alter erregt jeder verlebte Tag eine Empfindung, welche der verwandt ist, die bei jedem Schritt ein zum Hochgericht geführter Delinquent hat.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 6: Vom Unterschiede der Lebensalter

Ist die Zeit das Kostbarste unter allem, so ist die Zeitverschwendung die allergrößte Verschwendung.

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Zeit hätte man wohl genug, wenn man sie nur wohl anlegte.

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Zeit gewonnen, viel gewonnen. Zeit verloren, viel verloren.

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Die Zeit ist das kostbarste Gut; man kann sie für Geld nicht kaufen.

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Mit einer Unze Gold kann man keine Unze Zeit kaufen.

Wyss-Vögtlin (Übers.), 700 chinesische Sprichwörter, 1965 (EA: 1942)

Der Verlust von Zeit ist noch wichtiger als der vom Geld, denn durch richtigen Gebrauch der erstern kann der Verlust des letztern oft wieder ersetzt werden.

Lichtenberg, Vermischte Schriften; Neue vermehrte, von dessen Söhnen veranstaltete Original-Ausgabe, 8 Bde., 1844-53. Kleine Haustafeln über die Verwendung von Geld und Zeit (Göttinger Taschenkalender 1786)

Zeiten sind für uns wie Örtlichkeiten; wir leben in der einen wie in der anderen; sie umgeben uns, sie berühren, umhüllen uns und formen uns immer durch irgendeinen Eindruck.

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Die Zeit ist die Seele der Welt.

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Es gibt weder eine gute noch eine schlechte Zeit, die hundert Jahre dauert.

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Die Zeit ist ein großer Lehrer. Das Unglück: Sie tötet ihre Schüler.

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Der Mensch besitzt nichts Edleres und Kostbareres als die Zeit.

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Die Zeit bekehrt als Vernunft.

Paine, Gesunder Menschenverstand. An die Einwohner von America gerichtet (Common Sense), 1776 (anonym)

Strategie ist die Wissenschaft von Zeit und Raum. Ich bin weniger geizig auf diesen oder auf jene. Raum mögen wir wiedergewinnen; verlorene Zeit nie wieder.

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Die Zeit ist nur ein leerer Raum, dem Begebenheiten, Gedanken und Empfindungen erst Inhalt geben.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 7. April 1833

Die Zeit ist nur eine Idee oder ein Maßstab.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 3.

Für jeden Einsichtigen gibt es keinen größeren Schmerz als den, seine Zeit verloren zu haben.

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Man darf aber nicht außerhalb der Seele die Zeit annehmen, und auch nicht die Ewigkeit des Jenseitigen außerhalb des Seienden.

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Die Zeit verlängert sich für alle, die sie zu nutzen verstehen.

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