Aus Indien
Die verschiedenen Religionen sind nur verschiedene Tore zu derselben Stadt.
Die Finsternisse von Sonne und Mond, die Gefangenschaft wilder Elefanten und Schlangen und die Armut der Weisen zu sehen, dies zeigt, daß das Schicksal immer obsiegt.
Wie das Licht schwindet mit der Abnahme des Öls, so das Schicksal mit der Abnahme des menschlichen Tuns.
Die Haare des Greises tragen Zeichen des Alters, die Zähne des Greises tragen Zeichen des Alters; aber der Wunsch nach Leben, der Wunsch nach Glück schwindet auch bei dem Greise nicht.
Alter und Tod nagen wie zwei Wölfe an allen Geschöpfen, ob stark oder schwach, ob klein oder groß.
Sehnst du dich nach Gott? – Richtig! Suche ihn in dem Menschen. Die höchste Offenbarung Gottes ist der Mensch.
Töricht sind diejenigen, welche beständig fragen, wo Gott lebt. Gott lebt in aller Fülle in allen Dingen. Der Glaubenserkenntnisse gibt es verschiedene, aber Gott ist einzig. Falls der Mensch sich selbst nicht kennt, wie soll er da Gott kennen?
Ich stehe für die Wahrheit. Die Wahrheit wird sich nie mit Falschheit mischen. Und wenn auch die ganze Welt gegen mich ist, muß schließlich die Wahrheit siegen.
Ein guter Mensch wird, da er auf das Wohl anderer bedacht ist, sogar im Augenblick seines Untergangs nicht feindlich gestimmt: der Sandelbaum teilt seinen Wohlgeruch, selbst wenn er niedergehauen wird, der Schneide der Axt mit.