Das selig stille Glück stirbt nicht aus, es siedelt sich hart neben den unbeugsam eisernen Gleisen der neuen Zeit an.
Alle Liebe der Menschen muß erworben, erobert und verdient, über Hindernisse hinweg erkämpft und bewahrt werden; die Mutterliebe allein hat man immer, unerworben, unverdient und allzeit bereit.
Das Beste, womit ein Menschenherz sich erfüllt und erquickt, ist Mutterliebe. Alle Liebe der Menschen muß erworben, erobert und verdient, über Hindernisse erkämpft und bewahrt werden; die Mutterliebe allein hat man immer, unerworben, unverdient und alle Zeit bereit.
Die Liebe ist die Krone des Lebens, sie krönt auch das niedrigste Haupt.
Die Geduld, das ist erst die rechte Liebe.
Die Liebe schließt die Strenge nicht aus, sie stellt die höchsten Forderungen.
Bei einem echten Menschen heißt kennenlernen: lieben lernen.
Rasch, wie ein Blitz dahinfährt, kaum gesehen auch schon verschwunden, erwachte in der Seele des Knaben die Vorstellung, dass es von Mensch zu Mensch keinen andern Besitz gibt als die Liebe.
Statt im Leben freundlich und friedfertig einander zu tragen und zu erfreuen, grämen sich die meisten Menschen, wenn es zu spät ist, wenn der Tod die traulichen Lebensgefährten von der Seite gerissen hat; darum soll man sich lieben, solange man noch lebt, denn jede Stunde, die man in Unliebe verbringt, hat man sich und dem andern unwiederbringlich vom Leben geraubt.
Über aller Gerechtigkeit und aller Verpflichtung steht die Liebe, die den Geliebten und das eigene Selbst der reinen Entfaltung ihres Wesens zuführt.
Die Liebe ist in den höheren Ständen vielleicht größer, energischer, tiefer, und hat mehr alles, was mit Leidenschaft zusammenhängt; die Treue aber, dies beständige und warmherzige Beharren, scheint mir größer im Volke. In der Arbeit lernt man die Treue.
Es ist ein tiefer Zug der Menschennatur, daß wir die lieben, denen wir Wohltaten erzeigen können; ihr Leben wird eins mit uns.
Wenn man fort ist, da fühlt man's, wie lieb man sich haben soll, während man bei einander ist.
Der Mensch lebt nicht voll, wenn er nur für sich lebt und sein Dasein bewahrt.
Das Leben mit andern ist gut, aber das Leben mit sich selber ist besser.
Der Mensch lebt nicht für sich allein. Es gibt eine unsichtbare und unzerreißbare Gemeinsamkeit: das Band der Achtung, der Ehre, ein treues Gedenken, eine tätige Liebe.
Frisch auf! du mußt dich durch die Welt schlagen, ja hindurchschlagen, das ist's.
Wie oft geht das so, daß wir Gewerke herrichten für den Strom unserer Lebenstage, und ehe das Gewerk nur halb fertig, ist alles versiegt und trocken.
Ein Freund, der in der Trauer bei uns ist, ist wie ein Licht in der Nacht, er zwingt uns doch oder gibt uns wenigstens Gelegenheit, die Gegenstände um uns her zu sehen, zu wissen, daß noch eine Welt da ist und wir uns nicht ganz in der Nacht der Einsamkeit vergraben.
Warmherzige Hingebung erwirbt Freunde, maßvolle Haltung bewahrt sie.