Verschlafe, wenn du Talent dazu hast, ruhig die volle Hälfte deines Lebens: du wirst die andere Hälfte doppelt gelebt haben.
Es gehört Mut zu dem Bekenntnis, glücklich zu sein, die meisten sind nur aus Furcht bescheiden. Der alte Aberglaube an den Neid der Götter macht viele zu Heuchlern und Verleugnern ihres Frohsinns.
Des Mannes Liebe ist ein versprühender Funke, das ganze Leben der Frau verglüht an der entzündeten Flamme.
Das Weltall hat nichts Höheres zu verschenken als Liebe, eigentlich ist der nur lebend, der da liebend lebt.
Uns fehlt eine Politik der Liebe, eine Partei des Sichverzeihens.
Kinder und Greise haben ein Recht, geliebt zu werden, die dazwischen haben das Recht, ja, die Pflicht, zu lieben.
Die Liebe ist ein Gottesbeweis, kein Teufel hätte uns so etwas Himmlisches gegönnt.
Die Liebeslieder sind alle zu laut, die Sprache der Liebe ist: Flüstern.
Wie groß, wie sicher fühlt man sich in der Welt, wenn man liebt, und wie hilflos müßten wir sein, wenn wir uns vorstellen könnten, niemanden mehr zu lieben.
Der Mann hat ein sicheres Maß für die Größe seiner Liebe zu einer Frau: in dem Grade seiner Dankbarkeit für die gewährte Gunst.
[Die] Liebe, diese[r] allmächtige[n] Gärtnerin, die die Saaten des Lebens erfinderisch mischt und unaufhörlich durcheinander wirbelt.
Ein Mann kann durch vieles glücklich werden, die Frau nur durch Liebe.
Was würden wir antworten, wenn der Weltgeist uns vor die Frage stellte: "Kein Unglück mehr − dann aber auch keine Liebe." − Die echte Liebe trüge das schwerste Geschick lieber gemeinsam mit dem Geliebten, als das höchste Glück allein.
Ohne ein Leben nach dem Sterben bleibt dieses Leben ein phantastisches Chaos. Verstanden werden kann das Leben nur als Leben im Licht der Ewigkeit.
Unser ganzes schnelles Leben ist am Ende überhaupt ein langsamer Opfertod gewesen für alles, was wir geliebt, erstrebt, erhofft haben.
Das Leben zu verlängern ist die Kunst, unsere Jugend zu erhalten. Jugend ist Eindrucksfähigkeit, Wirkungskraft, Bereitschaft, Sprungbereitschaft.
Es ist ein Tasten in der Welt, als wären wir alle abgestürzt und suchten in der Finsternis nach irgendeinem Stützpunkt zum Aufschwung.
Unser Leben ist ein Erleben. Es ist so lang, als es Erlebnisse in sich schließt.
Die gewaltigste Frage ist nicht die, ob wir sterben, sondern die: daß wir überhaupt leben.
Das Leben passiert uns, wir sind sein Weg. Daran müssen wir sterben.