Charles de Secondat, Baron de Montesquieu (1689–1755)

32 Sprüche Aufklärung

Das Glück ist unsere Mutter, das Mißgeschick unser Erzieher.

Internet

Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.

Internet

Glück ist dem Menschen gefährlicher als Unglück; dieses hält ihn wachsam, jenes macht in gleichgültig.

Internet

Wer ist glücklich? Die Götter wissen es, denn sie blicken ins Herz der Weisen, der Könige und der Hirten.

Internet

Man müßte die Menschen von dem Glück überzeugen, das sie nicht sehen, selbst wenn sie es genießen.

Montesquieu, Meine Gedanken (Mes pensées), 1899-1901 (posthum), übersetzt von Fritz Schalk. Über das Glück

Wären die Menschen in ihrem kleinen Garten geblieben, so hätten wir eine andere Vorstellung von Glück und Unglück als die, die wir jetzt haben.

Internet

Man sollte die Menschen von ihrem Glück überzeugen; sie beachten es nicht, obwohl sie es besitzen.

Internet

Es kann unterhaltend sein, sein Glück zu machen: Man ist stets voll Hoffnung.

Internet

Schade, daß die Zeit zwischen "zu jung" und "zu alt" so kurz ist.

Internet

Freundschaft ist ein Vertrag, durch den wir uns verpflichten, kleine Dienste zu erweisen, damit wir in den Genuß größerer kommen.

Internet

Es ist sicher, daß der Charakter der Liebe und Freundschaft ganz verschieden ist: Letztere hat noch niemals einen Mann ins Irrenhaus gebracht.

Internet

Die Liebe offenbart niemals, was die Freundschaft in ihrer höchsten Form sagen läßt.

Internet

Ich habe stets beobachtet, daß man, um Erfolg in der Welt zu haben, närrisch scheinen und weise sein muß.

Montesquieu, Meine Gedanken (Mes pensées), 1899-1901 (posthum), übersetzt von Fritz Schalk. Über das Glück

Der Erfolg hängt oft davon ab, daß man weiß, wieviel Zeit für ihn nötig ist.

Internet

Erfolg beruht im Allgemeinen auf dem Wissen, wie viel Zeit zum Erfolg nötig ist.

Internet

Der Mensch ist nicht arm, wenn er nichts besitzt, sondern wenn er nicht arbeiten mag.

Braunschweig (Hg.), Goldene Garben. Ein Brevier für Frauen und Jungfrauen, hg. von M. von Braunschweig, 1907

Keine Arbeit ist so beschwerlich, daß man sie nicht der Kraft dessen, der sie verrichtet, anpassen könnte, vorausgesetzt, daß die Vernunft und nicht die Habsucht sie regelt.

Montesquieu, Vom Geist der Gesetze (De L'esprit des Loix), 1748. Buch XV, 8. Kapitel: Nutzlosigkeit der Sklaverei bei uns. Übersetzt von August Fortmann, 1891

Jedes träge Volk ist ernst; denn die, welche nicht arbeiten, betrachten sich als die Gebieter derer, die arbeiten.

Montesquieu, Vom Geist der Gesetze (De L'esprit des Loix), 1748

Man muß Zustimmung für seine Arbeit suchen, nicht Beifall.

Internet

Man muß die Hälfte seiner Zeit vertun, um mit der anderen etwas anfangen zu können.

Internet

Manche Leute meinen, man wäre nicht feurig in seinen Gedanken, weil man es nicht ist der Art, sie zu verteidigen.

Internet