Charles de Secondat, Baron de Montesquieu (1689–1755)

32 Sprüche Aufklärung

Gleicherzeit ist sie [die Religion] aber auch die sicherste Bürgschaft, welche es für den sittlichen Lebenswandel eines Menschen geben kann.

Weiß (Hg.), Tausend und Ein Gedanke. Aphorismen für Geist und Herz, zusammengestellt von Heinrich Weiß, 6. Auflage 1904 (EA: 1880)

Sie ist Volksgut, so wie Staatsgut; an der Wahrheit der Religionen zu zweifeln, heißt nur einen persönlichen Irrtum hegen; sie bekämpfen, heißt einen Frevel an des Staates Wohlfahrt begehen.

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Die nächstverwandten Religionen sind sich die bittersten Feindinnen.

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Kein Reich ward je von so vielen Bürgerkriegen heimgesucht wie das von Christus.

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Man spricht viel von der Erfahrung des Alters. Das Alter nimmt uns die Torheit und Fehler der Jugend, aber es gibt uns nichts.

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Es ist ein Jammer, daß die Zeit so kurz ist zwischen der Spanne, wo man zu jung, und jener, wo man zu alt ist.

Montesquieu, Meine Gedanken (Mes pensées), 1899-1901 (posthum), übersetzt von Fritz Schalk. Über das Glück

Wenn Dreiecke einen Gott hätten, würden sie ihn mit drei Ecken ausstatten.

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Wenn es einen Gott gibt, […] muß er notwendigerweise gerecht sein; denn andernfalls wäre er das schlechteste und unvollkommenste von allen Wesen.

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Es gibt Menschen, die ihre Seele auf dem Gesicht tragen, und andere am Hinterkopf.

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Zwei Arten von Menschen: Die einen denken, die andern amüsieren sich.

Montesquieu, Meine Gedanken (Mes pensées), 1899-1901 (posthum), übersetzt von Fritz Schalk. Geist

Das Schicksal hat keinen Einfluß auf unseren Charakter, im Gegenteil: Der Charakter bestimmt das Schicksal und modelt es um.

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