Demokrit
Weder Gesundheit noch Geld macht den Menschen glücklich, sondern rechtschaffene Gesinnung und vielseitige Begabung.
Glück und Unglück trägt man im Herzen.
Glück ist verschwenderisch, aber unbeständig, Natur dagegen auf sich selbst ruhend; darum trägt sie mit ihrem geringeren, aber beständigen Wesen doch den Sieg davon über das größere Wesen der Hoffnung.
Nicht Leibeskraft oder Geld macht den Menschen glücklich, sondern Geradsinnigkeit und Vielseitigkeit.
Seligkeit und Unseligkeit ruht in der Seele.
Die Menschen haben die Göttin des Glücks erfunden, um ihr eigenes Unvermögen zu rechtfertigen.
Wer niemand Liebe erweist, kann, wie mir scheint, auch bei niemand Liebe finden.
Zwei Arten Menschen quälen sich umsonst und mühen sich vergebens: wer Geld sammelt und es nicht verzehrt und wer Wissen erwarb und es nicht anwendet.
Das Leben in der Fremde lehrt Genügsamkeit. Ein Stück Brot und eine Streu sind hochwillkommene Mittel gegen Hunger und Ermattung.
Übereinstimmung der Gedanken bewirkt Freundschaft.
Viele, die man dafür hält, sind nicht unsere Freunde und viele, die man nicht dafür hält, sind es.
Eines einzigen verständigen Mannes Freundschaft ist besser als die aller Unverständigen zusammen.
Wer keinen einzigen braven Freund besitzt, ist nicht wert zu leben.
Weisheit, die sich nicht einschüchtern lässt, ist das allerwertvollste Gut und höchster Ehre würdig.
Demokrit war recht groß. Darum war man erstaunt, als er eine sehr kleine Frau heiratete. Demokrit erklärte: "Von den Übeln wählt der Weise immer das kleinste!"
Besser sind die Hoffnungen der Gebildeten als der Reichtum der Ungebildeten.
Die Hoffnungen der richtig Denkenden sind erfüllbar, die der Unverständigen unerfüllbar.
Narrheit ist es, sich nicht in die – im Laufe des Lebens – unvermeidbaren Zwangslagen zu schicken.