Demokrit

39 Sprüche

Vaters Selbstzucht ist für die Kinder die wirksamste Ermahnung.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 208.

Um das Aufziehen von Kindern ist es eine gewagte Sache: gelingt es, so ist es doch ein Tun voll Kampf und Sorge; misslingt es aber, so ist es ein Leid, an das kein anderes heranreicht.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 132.

Toren wünschen sich langes Leben, ohne doch dessen froh zu werden.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 201.

Toren wünschen sich das Leben, da sie den Tod fürchten statt des Alters.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 206.

Nur Toren wollen aus Furcht vor dem Tode alt werden.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 39.

Das Alter ist eine völlige Verstümmelung. Man hat alles, aber jedem einzelnen das man hat, fehlt etwas.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 296.

Der Greis ist einmal jung gewesen, ob der Jüngling aber das Greisenalter erreichen wird, ist noch ungewiss. So ist das abgeschlossene Gut besser als das zukünftige und unsichere.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 295.

Die Wahrheit muss man sagen; das ist immer das beste.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 94.

In Wirklichkeit wissen wir nichts, denn die Wahrheit liegt in der Tiefe.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 18.

Seligkeit wohnt nicht in Herden oder Gold: die Seele ist seligen Wesens Wohnsitz.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 171.

Den Menschen ziemt es, auf die Seele mehr Rücksicht zu nehmen als auf den Leib; denn die Vollkommenheit der Seele kann die Gebrechlichkeit des Leibes ergänzen, Körperkraft aber ohne Geist macht die Seele in keiner Hinsicht besser.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 55.

Das unbotmäßige Leid einer schmerzerstarrten Seele banne durch Vernunft.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 290.

Wenn der Körper die Seele wegen der erlittenen Mißhandlungen verklagen wollte, so würde sie nicht loskommen.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Gesundheitsvorschriften, Kapitel 23, übersetzt von Joh. Christian Felix Bähr, 1829

Die Seele [...] besteht aus glatten, runden (Feuer-)Atomen, die durch das Einatmen aus der Luft geschöpft und durch das Ausatmen an dieselbe wieder abgegeben werden.

Schwegler, Geschichte der Philosophie im Umriß, in: Neue Encyclopädie der Wissenschaften und Künste, 1846-47. Wurde bis ins Jahr 1950 (17. Auflage) immer wieder überarbeitet und ergänzt

Viele, die nichts Vernünftiges gelernt haben, leben trotzdem vernünftig; dagegen führen viele, die die schändlichsten Handlungen begehen, höchst vernünftige Reden.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 53.

Es ist etwas Großes um Pflichttreue im Unglück.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 42.

Ob jemand sich bewährt, hängt nicht nur von seinem Tun, sondern auch von seinen Absichten ab.

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Sei nicht allzu süß, damit du nicht verschlungen wirst, und nicht allzu bitter, damit du nicht ausgespieen wirst.

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