George Gordon Byron (1788–1824)

53 Sprüche Klassik

Wer Freude genießen will, muß sie teilen. Das Glück wurde als Zwilling geboren.

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Doch nicht verzagt! Die Welt ist nicht so grau, Fortuna zwar ist nicht ganz echt von Farbe, Indes, sie ist ja auch nicht Eure Frau. Sie schlägt die Wunde, aber heilt die Narbe.

Byron, Don Juan, 1819-24

Liebe macht den Schwachen stark und den Starken schwach.

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Der Liebe narbenvolle Pein.

Byron, Der Giaur (The Giaour), 1813

Was du auch seist, Seel’ oder Leib. Erbarm dich! Geh nicht von mir! Bleib! Oder laß beid’ uns weiter fliehn, als Winde wehn und Wolken ziehn! Es ist zu spät - du warst, du bist - der teure Wahnsinn, der mein Herz zerfrißt.

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Die Liebe gleicht den Masern. Je älter die Leute, desto gefährlicher die Krankheit.

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O Liebe! Zaub'rin! die mit arger List Du Schwache stärkst und Starke niedertrittst!

Byron, Don Juan, 1819-24

O Liebe! Wie vollendet ist deine Zaubermacht: stärkst den Schwachen und wirfst den Starken nieder.

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In seinen Augen gab es nur ein geliebtes Antlitz, und das bestrahlte ihn. Er hatte es angeschaut, bis es nicht mehr verschwinden konnte. Nur in ihr hatte er Atem und Sein. Sie war seine Stimme. Er sprach nicht mit ihr, sondern hing an ihren Lippen. Sie war sein Augenlicht, sein Auge folgte ihrem, und es färbte alle seine Ziele. Er hatte aufgehört, in sich selbst zu leben. Sie war sein Leben, der Ozean, in dem der Strom all seiner Gedanken endete. Auf einen Laut, eine Berührung von ihr, wogte sein Blut, und seine Wange wechselte stürmisch die Farbe.

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Liebe ist Licht, das vom Himmel stammt – ein Strahl vom Urquell aller Sonnen.

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Die Liebe ist im Leben des Mannes eine Sache für sich, für die Frau ist sie das ganze Leben.

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Wer liebt, rast.

Byron, Childe Harolds Pilgerfahrt (Childe Harold's Pilgrimage), 1812-18

Wie lange bleibt man jung? – Solange man liebt!

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Weshalb, o Liebe ist im Erdenstaube Geliebt zu werden Unheil und Verderben? Ach, mit Cypressen schmückst du deine Laube Und lässest uns mit Seufzern um dich werben. Wie ich, vom Duft entzückt, die Blume raube, Und lasse sie an meinem Busen sterben, So wird das zarte Haupt, das uns beglückt, An unser Herz gelegt und da – zerdrückt.

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In erster Liebe liebt die Frau den Mann, Dann liebt die Liebe selbst sie immerdar, Die als Gewohnheit sie nicht lassen kann Und die sie wechselt wie ein Handschuhpaar; Ihr werdet's sehn, stellt den Versuch ihr an: Wenn einer auch zuerst ihr alles war, Nimmt doch sie später zu Liebhabern mehre Und ohne daß der Zuwachs sich beschwere.

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Lieblicher als alles, Ist erster Liebe Glut! – Sie steht allein, Wie Adams Rückerinnrung seines Falles; Die Frucht der Kenntnis ist gepflückt, und kein Genuß im weiten Rund des Erdenballes Kann dieser Göttersünde würdig sein; – Sie bleibt die wirkliche Prometheusflamme, Von der es heißt, daß sie vom Himmel stamme.

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Was ein Leben an Länge gewinnt, verliert es meist an Tiefe.

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Der Reiz ist hin, der Zauber bricht! So ist des Lebens wildes Fieber: Delirium, das uns besticht; Wir sollten schrein, und lachen lieber. Und jede lichte Pause hebt Die Hülle von den blut'gen Narben; Und wer der Weisheit folgt, der lebt Als Märtyrer, wie Heil'ge starben.

Byron, Gedichte. Aus: The Spell is broke, 1810

Und lernen leben in Gesellschaft wir, Ist Einsamkeit es, die uns sterben lehrt.

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Du lebst, und du mußt ewig leben. Glaub nicht, die Erde, welche deine Hülle ist, sei Dasein; sie vergeht, und - du wirst bleiben; nicht wen'ger als du bist.

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Ist das Leben? Arbeit und Arbeit! Und warum? Nur weil mein Vater seinen Platz in Eden nicht bewahrt. Was geht das mich denn an? Ich war noch nicht geboren, sucht' es nicht; noch freut der Zustand mich, den mir Geburt gebracht.

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