Zufälliger Spruch von Gustav Sack

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Die reine Seele Die reine Seele, dieses tote Gold, das blinkend in der weiten Wüste liegt und das sein Herr verehrungsvoll umkriecht, indes sein leerer Magen knurrt und grollt, daß er den Klumpen nicht zu Markte bringt und feilschend ihn zu Wein und Datteln macht und ihn in einer roten Haremsnacht verpraßt – nun liegt sie da und gleißt und blinkt voll Arroganz und heiliger Begier, die reine Seele – in den Dreck mit ihr!
Sack, Gedichte. Die drei Reiter, in: Gesammelte Werke, Band 2, posthum hg. von Paula Sack, Berlin 1920
gedanken klassisch poetisch