Honoré de Balzac (1799–1850)

155 Sprüche Klassik

Abscheuliche Eigenschaft des Menschen! Es kann für ihn kein Glück geben, das nicht irgendeiner Unkenntnis entspringt.

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Glück ist die Poesie der Frauen.

Balzac, Vater Goriot (Le Père Goriot), 1834-35

Wer dem Glück nachjagt, muß leichtes Gepäck haben.

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Je glücklicher ein Mensch ist, desto heftiger bangt er um sein Glück.

Balzac, Der Ehevertrag (Le contrat de mariage), 1835 (dt. 1846)

Für einfältige Menschen ist die Liebe die einzige Möglichkeit, über ihr ärmliches Selbst hinauszuwachsen.

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Die Männer lieben jene Frauen am leidenschaftlichsten, die es verstehen, ihnen die leckersten Dinge vorzusetzen.

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Die Liebe ist der einzige Weg, auf dem selbst die Dummen zu einer gewissen Größe gelangen.

Balzac, Verlorene Illusionen (Illusions perdues), 1837-43 (dt. 1846)

Es ist leichter, Liebhaber als Ehemann zu sein, weil es schwerer ist, alle Tage Geist zu haben, als von Zeit zu Zeit eine hübsche Bemerkung zu machen.

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Liebe ist genauso notwendig wie Brot.

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Die Liebe ist die melodiöseste aller Harmonien, und eine Ahnung davon ist uns allen angeboren.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Liebe mag für primitive Naturen ein körperliches Bedürfnis darstellen. Geistigen Menschen bedeutet sie das fesselndste Erlebnis der ganzen Schöpfung.

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In der Liebe wirkt nichts so überzeugend wie eine kühne Dummheit.

Balzac, Verlorene Illusionen (Illusions perdues), 1837-43 (dt. 1846)

Wenn ein Unglücklicher geliebt wird, so weiß er wenigstens sicher, daß man ihn liebt.

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Liebe ist eine Blume, deren Samen der Wind verweht und der blüht, wo er hinfällt.

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Ich glaube an die Liebe, aber ich glaube nicht mehr an die Frau. Vielleicht schwebt mir ein zu hohes Ideal vor, wie allen, die tief in die Wirklichkeit eingedrungen sind.

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Das Wesen wahrer Liebe läßt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen: Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.

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Wer liebt, zweifelt an nichts oder an allem.

Balzac, Verlorene Illusionen (Illusions perdues), 1837-43 (dt. 1846)

Die Liebe ist das Bewußtsein, Freude zu geben und zu empfangen, die Liebe ist ein ewig wechselndes Verlangen, ewig befriedigt und ewig unersättlich.

Balzac, Verlorene Illusionen (Illusions perdues), 1837-43 (dt. 1846)

Die Behauptung, ein Mann könne nicht immer dieselbe Frau lieben, ist genauso unsinnig wie die Behauptung, ein Geiger brauche für dasselbe Musikstück mehrere Violinen.

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Die Liebe ist eine suggestive Kraft und weiß, daß Liebe auch Liebe erweckt.

Balzac, Eugénie Grandet, 1834 (dt. 1835)

Der Geliebte, der nicht alles ist, ist nichts!

Balzac, Die Lilie im Tal (Le lys dans la vallée), 1835