Honoré de Balzac (1799–1850)

155 Sprüche Klassik

Denn die Liebe, die von den Begierden erzeugt wird, ist eine Hoffnung; erst die Liebe, die der Befriedigung der Begierden folgt, ist die Wirklichkeit.

Balzac, Der Ehevertrag (Le contrat de mariage), 1835 (dt. 1846)

Du nahmst für Liebe, daß ein junges Mädchen auf eigene Lebensbetätigung verzichtete, ein junges Mädchen, das auf das Glück wartete; das deinen Wünschen entgegenflog in der Hoffnung, du würdest auch den seinigen entgegenkommen.

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Die Liebe hat ihren Instinkt; sie weiß den Weg zum Herzen zu finden.

Balzac, Die Frau von dreißig Jahren (La femme de trente ans), 1842 (dt. 1845)

Im Morgenland wird der Mann so wenig von den Frauen seines Harems geliebt, wie in Frankreich der Ehemann sicher ist, der Vater seiner Kinder zu sein.

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Dem, der wahrhaft liebt, wird alles Liebe.

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Die Liebe ist die Poesie der Sinne.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829. Die Prädestinierten. Format XXVI. Beginne niemals die Ehe mit einer Notzucht!

Liebe ohne Besitz lebt von der äußersten Anspannung ihrer Sehnsucht.

Balzac, Die Lilie im Tal (Le lys dans la vallée), 1835

In der Liebe gibt es immer einen, der leidet, und einen, der sich langweilt.

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Bei einem Liebenden gibt es nur eins, das unerschöpflich ist: nämlich Güte, Anmut und Zartgefühl.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Echte Liebe schenkt tausendmal mehr Wonnen als die flüchtigen Leidenschaften, die wir erregen.

Balzac, Der Ehefrieden (La Paix du ménage), 1830

Nur in den seltensten Fällen hält die Liebe der Allgegenwart stand.

Balzac, Der Ehevertrag (Le contrat de mariage), 1835 (dt. 1846)

Wer liebt, fürchtet, und wer fürchtet, ist der Liebe näher als dem Haß.

Balzac, Der Ehevertrag (Le contrat de mariage), 1835 (dt. 1846)

Die Liebe ist die einzige Leidenschaft, die weder Vergangenheit noch Zukunft duldet.

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Die physische Liebe ist ein Bedürfnis, das dem Hunger gleicht; mit dem Unterschied jedoch, daß der Mensch immer ißt, daß aber in der Liebe sein Appetit nicht so ausdauernd ist und so regelmäßig wie bei Tische.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

In der Liebe haben alle Frauen Geist.

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Ein Herz sein eigen nennen, alles sagen können in der Gewißheit, verstanden zu werden, ist das nicht Glück?

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Liebe verzeiht entweder nichts oder alles.

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In der Liebe gibt es einen Moment, wo sie sich selbst genügt, wo sie glücklich ist, zu existieren.

Balzac, Das verfluchte Kind (L’enfant maudit), 1831

Welch schönes Vorrecht der Liebe – sie drängt alles in den Schatten, läßt alles verblassen: Altar, Thron und Geschäftsbücher.

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Das Weib liebt die Liebe, also liebe sie.

Balzac, Tolldreiste Geschichten (Les contes drolatiques), 1832-37 (dt. 1908)

Ich weiß, alles ist vergänglich, nur nicht die Gewißheit der naturgewollten Zuneigungen.

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