An Weibern ist alles Herz, sogar der Kopf.
Der Mensch hat hier dritthalb Minuten, eine zu lächeln – eine zu seufzen – und eine halbe zu lieben; denn mitten in dieser Minute stirbt er.
Nie kann eine Frau vergessen zu lieben, sie möge dichten oder herrschen.
Man liebt noch den Ort der Liebe, wenn man gegen die Person keine mehr hat.
Liebe ist ein Auszug aus allen Leidenschaften auf einmal.
Liebe ist der Lebengeist ihres Geistes, ihr Geist der Gesetze, die Springfeder ihrer Nerven.
Nach einigen Minuten sagte Knebel: ›Wie sich das alles himmlisch fügt, dort kömmt Herder und seine Frau mit den zwei Kindern.‹ – Und wir gingen ihm entgegen, und unter dem freien Himmel lag ich endlich an seinem Mund und an seiner Brust, und ich konnte vor erstickender Freude kaum sprechen, und nur weinen, und Herder konnt' mich nicht satt umarmen.
Ein Herz voll Liebe kann alles vergeben, sogar Härte gegen sich, aber nicht Härte gegen andere; denn jene zu verzeihen ist Verdienst, diese aber Mitschuld.
Die Schmerzen der unerhörten Liebe und die Schmerzen der Ehescheidung erinnern an die Zähne, welche wehe tun, wenn sie kommen, und wehe, wenn sie ausgezogen werden.
Man kann Liebe selten zu spät, immer zu bald gestehen.
In der Sprache der Liebe gibt es keine Pleonasmen.
Weiber haben große Kräfte für, aber kleine gegen die Liebe etwas zu tun.
Man ist nie liebenswürdiger, als wenn man geliebt wird.
Im Dienste der Liebesgöttin wird man leichter kahl als grau; er war schon gegen die Silberbraut moralisch-kahl.
Die Menschen hassen und merken in der Liebe leicht das Gefühl der Unabhängigkeit.
Ich will lieber lieben, ohne geliebt zu werden – als ohne zu lieben, geliebt werden.
Liebe beginnt und steigt durchaus nur an der Gegenliebe und mit ihrem wechselseitigen Erraten.
Die Liebe ist eine angeborne, aber verschieden ausgeteilte Kraft und Blutwärme des Herzens; es gibt kalt- und warmblütige Seelen, wie Tiere.
Man ist in der Liebe darum ungerecht, weil man den andern für vollkommen hielt.