Dem Glücklichen naht sich auch der Tod als Glück, und dem Unglücklichen als Unglück.
Alles Glück ist gefährlich: es verfälscht leicht das Menschliche.
Durch Reflexion lässt sich kein Glück schaffen.
Anders will die Natur, anders wollen Menschen uns glücklich machen.
Glück und Liebe, beide sind blind: welch’ ein Wunder also, wenn sie sich finden.
Das Glück ist blind, und blind auch müssen wir ihm folgen.
Alles Glück ist zweifelhaft, das weiter liegt, als wir mit dem Arme greifen können.
Der Mensch ist also zum Unglück bestimmt, dass ihm das Glück fast als ein Unrecht erscheint: einer gemeinen Natur das fremde, einer edlen das eigene.
Wenn die Großen und Mächtigen der Erde der Sonnenschein des Glücks anlächelt, so fällt ein großer Schatten auf die Menschheit unter ihnen.
»Doch die Liebe zu einem ewigen und unendlichen Ding nährt das Gemüt allein mit Freude, die ihrerseits frei von aller Trauer ist.« sagt Spinoza – Aber das Ewige bedarf der Liebe nicht, nach der sich das Vergängliche sehnt.
Das Leben ist ein Spiel, in welchem der Einsatz höher ist als der Gewinn.
Das Leben ist ein Kampf, aus dem wir immer mit Narben und Wunden, selten mit dem Lorbeer herauskommen.
Das Leben ist ein großes Kapital; aber mit so viel Bedingungen, Abzügen, Klauseln verknüpft, dass am Ende nicht viel mit demselben anzufangen ist.
Wäre das Leben das, für was es gilt, wie könnte man sterben; wäre es der Tod, wie könnte man leben?
Wir sollen nicht meinen, ein Teil des Lebens könne mit dem Verlust des anderen erkauft werden. Wir bedürfen alles: die Kindheit, die Jugend, das Alter; eines muss dem andern erst Wert und Trost geben.
Wie viele Stunden umschließt ein langes Leben! Aber wie viele gehören denn davon uns?
Das Leben ist ein Ding, über das man nicht nachdenken darf.
Würde man uns das zu durchlaufende Leben detailliert beschreiben, wir würden davor schaudern.
Wenn wir die Bilanz unseres Lebens ziehen, dann müssen wir im Soll und Haben viel durchstreichen.
Weisheit und Begeisterung, wie schön geschwistert erscheinen sie! Aber was will die eine ohne die andere?
Die Weisheit hat eine größere Ähnlichkeit mit manchen unserer Jugendtorheiten als mit der nachmaligen Klugheit.