Joseph Joubert (1754–1824)

63 Sprüche Klassik

Glücklich ist man, wenn man aus dem Zustand der Gesundheit in den der Weisheit übergeht.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Lebensalter, Leben und Tod

Wenn wir unser Leben damit verbringen, zu lieben, bleibt uns weniger Zeit zu Beschwerden oder zum Unglücklichsein.

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Man muß sich lieben machen, denn die Menschen sind nur gegen Die, welche sie lieben, gerecht.

Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen, übersetzt von Franz Graf von Pocci, München 1851

Das Leben ist ein Land, das die Greise gesehen und bewohnt haben. Wer es durchwandern will, kann nur sie um den Weg fragen.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Lebensalter, Leben und Tod

Man berührt nur die Werte der Oberfläche in der Gesellschaft, die der Tiefe in der wahren Freundschaft.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Gesellschaft und Manieren

Meine einäugigen Freunde betrachte ich im Profil.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Der Verfasser über sich selbst

Man muß nicht nur seine Freunde, sondern auch die Freundschaft als solche pflegen. Man muß sie sozusagen begießen.

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Es gibt wohl ein Recht des Weiseren, nicht aber ein Recht des Stärkeren.

Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen, übersetzt von Franz Graf von Pocci, München 1851

Weisheit ist die Kraft der Schwachen.

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Wenig weise, wer es nur aus seiner Weisheit, wenig gelehrt, wer es nur aus seiner Wissenschaft ist.

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Zieht Gott sich von der Welt zurück, so zieht der Weise sich in Gott zurück.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Gott und die Schöpfung

Ich habe meine Blüten und meine Frucht dahingegeben, nun bin ich nur noch ein hohler Stamm, aber wer sich in meinem Schatten niederläßt und auf mich hört, wird weiser werden.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Der Verfasser über sich selbst

Wer mit Muße studiert, weiß, daß er alt wird, fühlt es aber nicht; er ist immer gleichmäßig für seine Studien tauglich.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Lebensalter, Leben und Tod

Ich möchte die Weisheit münzen d. h. sie prägen in Maximen, in Sprüchwörter und Sentenzen, leicht zu behalten und zu überliefern.

Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen, übersetzt von Franz Graf von Pocci, München 1851

Der Verstand paßt sich der Welt an, Weisheit sucht Einklang im Himmel.

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Um in der Welt Erfolg zu haben, braucht man Tugenden, die beliebt, und Fehler, die gefürchtet machen.

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Das Genie beginnt die großen Werke, die Arbeit vollendet sie.

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Lieber Schweißperlen als gar keinen Schmuck.

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Die Langsamkeit des Alters erleichtert die Geduld bei der Arbeit.

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Die Zeit ist Bewegung im Raum.

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Der Raum ist dem Ort, was die Ewigkeit der Zeit ist.

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