Zeiten sind für uns wie Örtlichkeiten; wir leben in der einen wie in der anderen; sie umgeben uns, sie berühren, umhüllen uns und formen uns immer durch irgendeinen Eindruck.
Wir leben in einer so sonderbaren Lage, daß die Greise nicht mehr Erfahrung haben als die Jünglinge. Wir alle sind Neulinge, weil alles neu ist.
Es gibt Gedanken, die durch sich selbst leuchten, andere, die nur glänzen durch die Stelle, an der sie stehen; man könnte sie nicht umstellen, ohne sie auszulöschen.
Es ist schön, daß die Gedanken strahlen, aber sie dürfen nicht funkeln, oder doch nur selten. Am besten ist es, wenn sie einen Widerschein geben.
Der Gedanke ist bald eine einfache Bewegung und bald eine Tat der Seele.
Das Jahr ist ein Kranz aus Blumen, Ähren, Früchten und trockenen Kräutern.
Seine Gedanken an vorübergehende Ereignisse heften, heißt in den Sand schreiben, in die Wogen zeichnen und auf Windesflügel bauen.
Man begreift die Erde erst, wenn man den Himmel erkannt hat. Ohne die religiöse Welt bleibt die sinnliche ein trostloses Rätsel.
Religion ist die einzige Philosophie, die das Durchschnittshirn verstehen und annehmen kann.
Die Religion ist die einzige Metaphysik, die das Volk imstande ist, zu verstehen und anzunehmen.
Erinnern wir uns wohl, daß Erziehung nicht bloß darin besteht, das Gedächtnis zu bereichern und das Verständnis zu erleuchten; sondern daß sie sich vor Allem mit der Richtung der Willenskraft beschäftigen soll.
Kinder gehorchen den Eltern nur, wenn sie sehen, daß diese der Regel gehorchen. – Ordnung und Regel – einmal hergestellt und anerkannt – sind die stärkste Macht.