Ja, die Liebe ist eine wahre Zauberin. Sobald man liebt, wird das, was man liebt, schön.
Um glücklich zu sein, braucht man nur eins – man muß lieben, lieben mit Selbstverleugnung.
Der Mensch ist frei in allem Geistigen, in der Liebe; kann lieben und nicht lieben, mehr und weniger. In allem übrigen ist er nicht frei, folglich nicht frei in allen materiellen Dingen.
Wenn jemand das Glück überall, nur nicht in der Liebe sucht, sucht er gleichsam im Finstern nach einem Weg.
Als Ideal der Liebe verstehe ich vollkommene Aufopferung für den geliebten Gegenstand.
Es ist wohl wahr, daß der Mensch sich nicht zur Liebe zwingen kann, wie er sich zur Arbeit zwingen kann; daraus aber folgt durchaus nicht, man könne ohne Liebe mit Menschen umgehen, besonders, wenn du irgendwelche Ansprüche auf sie machst. Fühlst du keine Liebe zu den Menschen, bleib' schön ruhig sitzen, befasse dich mit dir selbst, mit Gegenständen, mit allem, was du willst, nur mit Menschen nicht.
Zu sagen, daß du einen Menschen dein ganzes Leben lang lieben wirst, ist, als würdest du sagen, daß eine Kerze für den Rest deines Lebens brennen wird.
Gott ist nicht Liebe. Liebe ist nur eine der Offenbarungen Gottes, aber der Mensch ist Liebe.
Häufig betrachte ich das Leben so wie ein Zuschauer, gleichsam als hätte ich keinen Anteil daran. Und nur bei dieser Betrachtungsweise sieht man es richtig.
Das Leben, es mag sein, wie es will, ist ein Glück, das von keinem andern übertroffen wird.
Menschen, die das Leben nicht verstehen, können nicht umhin, den Tod zu fürchten.
Das Leben hier ist kein Jammertal, kein Ort der Prüfung, sondern etwas, worüber hinaus wir uns nichts besseres vorstellen können. Die Freuden dieses Lebens sind endlos, nur sollten wir sie uns zunutze machen, indem wir die dazu bestimmten Gesetze erfüllen.
Wir wissen nicht, in wessen Macht das Leben der Zelle steht, aber wir wissen, daß unser Leben in unserer Macht steht.
Stelle dir vor, daß der Lebenszweck dein Glück ist, und das Leben wird ein grausamer Unsinn. Erkenne, was Überlieferung, Vernunft und Herz sagen, nämlich, daß das Leben darin besteht, demjenigen zu dienen, der dich in die Welt gesandt hat, und das Leben wird zu einer vernünftigen und freudigen Passage.
Das Leben lieben heißt Gott lieben. Das Schwerste und Beseligendste von allem ist, dieses Leben bei eigenen Leiden, bei unschuldigen Leiden zu lieben.
Nicht gemeinschaftliche Ziele haben deine Tätigkeit zu bestimmen, sondern der Zweck deines Lebens, der mit dem Zwecke aller Menschen identisch ist, hat dies zu tun.
Den Bau des öffentlichen Lebens kann nur die sittliche Vervollkommnung der Menschen verbessern.
Schnitze das Leben aus dem Holz, das du hast.