Leo Tolstoi (1828–1910)

148 Sprüche Romantik

Ja, die Liebe ist eine wahre Zauberin. Sobald man liebt, wird das, was man liebt, schön.

Tolstoi, Tagebücher. 1895

Eine Frau lieben und gleichzeitig etwas Vernünftiges tun ist schwer.

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Um glücklich zu sein, braucht man nur eins – man muß lieben, lieben mit Selbstverleugnung.

Tolstoi, Die Kosaken (Казаки), 1863. Olenin

Der Mensch ist frei in allem Geistigen, in der Liebe; kann lieben und nicht lieben, mehr und weniger. In allem übrigen ist er nicht frei, folglich nicht frei in allen materiellen Dingen.

Tolstoi, Tagebücher

Wenn jemand das Glück überall, nur nicht in der Liebe sucht, sucht er gleichsam im Finstern nach einem Weg.

Tolstoi, Tagebücher. 1900

Nur die Liebe vermag alle Knoten zu lösen.

Tolstoi, Tagebücher. 1900

Gutes für die Menschen? Was heißt Gutes? Nur eins: Liebe.

Tolstoi, Tagebücher. 1889

Als Ideal der Liebe verstehe ich vollkommene Aufopferung für den geliebten Gegenstand.

Tolstoi, Tagebücher. 1851

Es ist wohl wahr, daß der Mensch sich nicht zur Liebe zwingen kann, wie er sich zur Arbeit zwingen kann; daraus aber folgt durchaus nicht, man könne ohne Liebe mit Menschen umgehen, besonders, wenn du irgendwelche Ansprüche auf sie machst. Fühlst du keine Liebe zu den Menschen, bleib' schön ruhig sitzen, befasse dich mit dir selbst, mit Gegenständen, mit allem, was du willst, nur mit Menschen nicht.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Zu sagen, daß du einen Menschen dein ganzes Leben lang lieben wirst, ist, als würdest du sagen, daß eine Kerze für den Rest deines Lebens brennen wird.

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Gott ist nicht Liebe. Liebe ist nur eine der Offenbarungen Gottes, aber der Mensch ist Liebe.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Häufig betrachte ich das Leben so wie ein Zuschauer, gleichsam als hätte ich keinen Anteil daran. Und nur bei dieser Betrachtungsweise sieht man es richtig.

Tolstoi, Tagebücher. 1905

Das Leben, es mag sein, wie es will, ist ein Glück, das von keinem andern übertroffen wird.

Tolstoi, Tagebücher. 1902

Menschen, die das Leben nicht verstehen, können nicht umhin, den Tod zu fürchten.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Das Leben hier ist kein Jammertal, kein Ort der Prüfung, sondern etwas, worüber hinaus wir uns nichts besseres vorstellen können. Die Freuden dieses Lebens sind endlos, nur sollten wir sie uns zunutze machen, indem wir die dazu bestimmten Gesetze erfüllen.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Wir wissen nicht, in wessen Macht das Leben der Zelle steht, aber wir wissen, daß unser Leben in unserer Macht steht.

Tolstoi, Was sollen wir denn tun?, 2 Bde., 1848-86

Stelle dir vor, daß der Lebenszweck dein Glück ist, und das Leben wird ein grausamer Unsinn. Erkenne, was Überlieferung, Vernunft und Herz sagen, nämlich, daß das Leben darin besteht, demjenigen zu dienen, der dich in die Welt gesandt hat, und das Leben wird zu einer vernünftigen und freudigen Passage.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Das Leben lieben heißt Gott lieben. Das Schwerste und Beseligendste von allem ist, dieses Leben bei eigenen Leiden, bei unschuldigen Leiden zu lieben.

Tolstoi, Krieg und Frieden (Война и мир), 1862-69. 14. Teil, 15. Übersetzt von Hermann Röhl

Nicht gemeinschaftliche Ziele haben deine Tätigkeit zu bestimmen, sondern der Zweck deines Lebens, der mit dem Zwecke aller Menschen identisch ist, hat dies zu tun.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Den Bau des öffentlichen Lebens kann nur die sittliche Vervollkommnung der Menschen verbessern.

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Schnitze das Leben aus dem Holz, das du hast.

Simon (Hg.), Geistreiches für Manager, Campus Verlag, 2. komplett überarbeitete Edition 2009 (EA: 2000)