Leo Tolstoi (1828–1910)

148 Sprüche Romantik

Das einzige Mittel, um zu leben, ist Arbeit. Um arbeiten zu können, muß man die Arbeit lieben. Um die Arbeit lieben zu können, muß sie interessant sein.

Tolstoi, Tagebücher. 1860

Wenn ihr behauptet, alle müßten arbeiten, dann sollen es mir alle diese Reichen, die nichts tun, erst einmal vormachen.

Tolstoi, Tagebücher. 1910

Eine Belohnung ist nicht kostbar, nur die Arbeit dafür.

Tolstoi, Anna Karenina (Анна Каренина), 1873-78. 5. Teil, 27. Übersetzt von Hans Moser

Arbeit ist nur dann Arbeit, wenn sie ohne Zweifel notwendig ist.

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Arbeit, Arbeit! Wie glücklich fühle ich mich, wenn ich arbeite!

Tolstoi, Tagebücher. 1853

Es genügt zu erwähnen, daß die meisten Menschen auf Arbeit wie auf eine Gnade warten, um deutlich zu machen, wie entsetzlich unser Leben ist, wie unsittlich, wie töricht.

Tolstoi, Tagebücher. 1910

Welch schrecklicher Irrglaube unserer Welt, Arbeit und Mühe seien eine Tugend. Durchaus nicht, eher ein Laster. Christus hat nicht gearbeitet.

Tolstoi, Tagebücher. 1889

Der Mensch lebt nicht darum, dass man für ihn arbeite, sondern dass er arbeite für andere.

Tolstoi, Worin mein Glaube besteht, 1883

Wenn du nur deshalb arbeitest und lernst, um eine Belohnung zu erhalten, dann wird dir die Arbeit schwer vorkommen; wenn du aber arbeitest [...] aus Liebe zur Arbeit, so wirst du in der Arbeit selbst deinen Lohn finden.

Tolstoi, Anna Karenina (Анна Каренина), 1873-78. 5. Teil, 27. Übersetzt von Hermann Röhl

Ehrliche Arbeit hat noch keinem Schlösser eingebracht.

Tolstoi, Tagebücher. 1891

Arbeit, Achtung vor eigenen Kräften ist eine unbedingte Lebensbedingung.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich; unglücklich ist jede Familie auf ihre eigene Art.

Tolstoi, Anna Karenina (Анна Каренина), 1873-78

Das Familienleben gleicht einer Kahnfahrt, welche nur dann amüsant ist und glücklich verlaufen kann, wenn einer mit fester Hand das Steuer regiert.

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Das Familienglück verschlingt mich mit Haut und Haar, ich kann es mir aber nicht leisten, untätig zu sein.

Tolstoi, Tagebücher. 1863

Wir schätzen die Zeit erst, wenn uns nicht mehr viel davon geblieben ist.

Tolstoi, Tagebücher. 1852

Zeit hinter uns, Zeit vor uns, mit uns ist sie nicht.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Nichts schwächt so sehr die Kräfte des Menschen, als die Hoffnung außerhalb der eigenen Anstrengung irgendwo Seligkeit und Heil zu finden.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Der Gedanke scheint frei zu sein, aber im Menschen gibt es etwas viel Mächtigeres, etwas, was den Gedanken leiten kann.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Die Kraft der Gedanken ist unsichtbar wie der Same, aus dem ein riesiger Baum erwächst; sie ist aber der Ursprung für die sichtbaren Veränderungen im Leben des Menschen.

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Ein Gedanke wird erst dann Gedanke und fruchtbar, wenn er durch nichts gebunden ist: Darin besteht seine Stärke im Vergleich zu anderen sinnlichen Dingen.

Tolstoi, Tagebücher. 1890

Ein großer Gedanke kennt keine Grenzen.

Tolstoi, Tagebücher. 1852