Marcus Valerius Martial
Das Glück gibt vielen zu viel, aber keinem genug.
Kann aber der Fisch einen Fischer lieben?
Was erzwingt die Liebe nicht?
Liebe, um geliebt zu werden!
Liebe wird gesättigt, wenn ihre Freuden nicht quälen.
Wer so lebt, daß er mit Vergnügen auf sein vergangenes Leben zurückblicken kann, lebt zweimal.
So gelebt zu haben, daß man mit Freuden auf sein Leben zurückblickt, heißt zweimal gelebt zu haben.
Morgen wirst du leben? Heute zu leben, Postumus, ist längst zu spät.
Kein Zeichen von Weisheit ist es, glaube mir, zu sagen: Ich werde leben. Zu spät ist das morgige Leben: Lebe heute!
Leben bedeutet nicht, am Leben zu sein, sondern gesund zu sein.
Das Leben fordert – nicht unverschämt – das, was übrig bleibt, wenn der Ruhm hat, was genug ist.
Wenn du gut bist, kannst Du vom Zufall leben.
Zögert noch jemand, wenn er weiß, was es bedeutet zu leben?
Sextus, ich wollte dein Freund sein! Doch, Sextus, du wünschtest Bewunderung. Gut, so sei denn bestaunt! Aber die Freundschaft ist hin.
Nimmer schließe zu eng dich an Gefährten; mit weniger Freude fühlst du auch weniger Kummer.
Der ist weise, der es nicht über die Maßen ist.
Wenn du weise bist, lache, Mädchen, lache!
Die Arbeit als solche macht Vergnügen.
Was verzehrt ihr nicht, was, ihr langen Tage, ihr Jahre?
Ist das nicht, so frage ich, Irrsinn, zu sterben nämlich, um nicht zu sterben?