Martin Luther (1483–1546)

77 Sprüche Renaissance

Es geht in der Ehe nicht allezeit schnurleicht zu.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Gott hat ein Creuz über den Ehestand gemacht.

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Willst du alt werden, so werde bald alt.

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Wenn wir alt werden, so beginnen wir zu disputieren, wollen klug sein und doch sind wir die größten Narren.

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Wenn das Alter stark und die Jugend klug wäre, das wäre viel Geldes wert.

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Eine feste Burg ist unser Gott.

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Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir! Amen.

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Das ist Gottes Werk und Kunst, daß er böse Sachen gut machen kann, wenn wir es verderbt und verwahrlost haben. Gott pflegt aus nichts alles zu machen.

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Gottesfurcht ist nichts anderes als Gottesdienst.

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Unser Herrgott gönnet uns gern, daß wir essen, trinken und fröhlich sind und alle Kreaturen brauchen, denn darum hat er sie alle geschaffen.

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Die Barmherzigkeit Gottes ist wie der Himmel, der stets über uns fest bleibt. Unter diesem Dach sind wir sicher, wo auch immer wir sind.

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Es ist Gottes Lust und Ehre, daß er viel geben will.

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Man kann Gott nicht allein mit Arbeit dienen, sondern auch mit Feiern und Ruhen.

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Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen. Dein gnädig Ohren kehr zu mir Und meiner Bitt sie öffen. Denn so du willst das sehen an, Was Sünd und Unrecht ist getan, Wer kann, Herr, vor dir bleiben? Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, Die Sünden zu vergeben. Es ist doch unser Tun umsonst Auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann, Des muß dich fürchten jedermann Und deiner Gnaden leben. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen. Auf ihn mein Herz soll lassen sich Und seiner Güte trauen, Die mir zusagt sein wertes Wort, Das ist mein Trost und treuer Hort, Des will ich allzeit harren. Und ob es währt bis in die Nacht Und wieder an den Morgen, Doch soll mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht noch sorgen. So tu Israel rechter Art, Der aus dem Geist erzeuget ward, Und seines Gotts erharre. Ob bei uns ist der Sünden viel, Bei Gott ist viel mehr Gnaden; Sein Hand zu helfen hat kein Ziel Wie groß auch sei der Schaden. Er ist allein der gute Hirt, Der Israel erlösen wird Aus seinen Sünden allen.

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Die menschliche Vernunft lehrt nur die Hände und die Füße, Gott aber das Herz.

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Die Wege Gottes sind wie ein hebräisches Buch, das man nur von hinten lesen kann.

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Wo ist Gott nun jetzt, nach Erschaffung der Welt?

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Gott begehrt nichts mehr von uns, denn daß man Großes von ihm erbitte.

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Der erscheint Gott am allerwenigsten leer, der am meisten leer erscheint.

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Wenn ihr mit Gott zürnt, so ist kein Hilf; wo aber Gott mit euch zürnt, so ist noch wohl Rat da.

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Ist's denn nötig, daß wir die Art und Weise, wie Gott wirkt, völlig begreifen?

Luther, Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche, 1520