Ralph Waldo Emerson (1803–1882)

111 Sprüche Klassik

Freunde kann man sich nur machen, wenn man selbst einer ist.

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Das Einmalige an einer Freundschaft ist weder die Hand, die sich einem entgegenstreckt, noch das freundliche Lächeln oder die angenehme Gesellschaft. Das Einmalige an ihr ist die geistige Inspiration, die man erhält, wenn man merkt, daß jemand an einen glaubt….

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Allein schreiten wir auf dieser Welt. Die Freunde, so wie wir sie uns erwünschen, sind Träume und Mythen.

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Die Freunde, die ein Haus besuchen, sind seine Zierde.

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Freundschaft ist – wie die Unsterblichkeit der Seele – etwas zu Herrliches, um an sie glauben zu können.

Emerson, Die Natur (Nature), 1836, aus dem Englischen von Adolph Holtermann, Hannover 1868

Mit meinen Freunden gehe ich um wie mit meinen Büchern. Ich habe sie irgendwo, wo ich sie finden kann, aber selten benutze.

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Es ist der Lieblingswunsch unseres Lebens, einen Menschen zu finden, der uns dazu bringen kann, das zu tun, was wir können. Dies ist der Dienst, den uns ein Freund leistet. An seiner Seite werden wir leicht groß.

Friedell (Hg.), Emerson. Sein Charakter aus seinen Werken, 1906

Wessen wir am meisten im Leben bedürfen ist jemand, der uns dazu bringt, das zu tun, wozu wir fähig sind.

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Der Weise angelt nur mit dem eigenen Wert, mit keinem geringeren Köder.

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Der zivilisierte Mensch hat sich Wagen gebaut, aber darüber die Fähigkeit verloren, seine Füße zu gebrauchen.

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Nur wenn wir zu unseren höheren Gedanken zurückkehren und uns dem prophetischen Geist, der jedem Menschen innewohnt, hingeben, können wir erkennen, was er uns sagen will. Diese Worte eines jeden, der von dieser Ebene des Seins spricht, erscheinen denen, die dort nicht zu Hause sind, wie müßiges Geschwätz.

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Wer Erfolg haben will, darf nicht zu gut sein.

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Der Erfolg eines Menschen setzt sich aus seinen Fehlschlägen zusammen.

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Der Erfolg eines Menschen ist immer im Grundgefüge seiner Persönlichkeit begründet.

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Die Belohnung erfolgreichen Tuns ist, es vollbracht zu haben.

Emerson, Essays. Nominalist und Realist (Nominalist and Realist), 1844

Arbeite, und du kannst der Belohnung nicht entgehen. Ob die Arbeit fein ist oder derb, ob du Korn pflanzt oder Romane schreibst, wenn es nur ehrliche Arbeit ist, die die eigene Billigung findet, wird sie sowohl die Gefühle belohnen wie den Verstand. Ganz gleich wie oft du besiegt wirst, du bist zum Sieg geboren. Die Belohnung für eine gut gemachte Arbeit ist, sie gemacht zu haben.

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Arbeite und erwirb, und du hast das Rad des Zufalls angekettet.

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Verlange nicht deshalb nach dem Tode, weil das Leben dir zur Last ist. Alle Bürde der Welt, die auf den Schultern eines moralischen Wesens lastet, bewegt dasselbe nur seinen Beruf zu erfüllen. Das einzige Mittel, sich von dieser Bürde zu befreien besteht in dessen Erfüllung. Du wirst nur dann entlassen, wenn du die dir bestimmte Arbeit geleistet hast.

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Der Mensch erhält seine Nahrung nicht, damit er seine Nahrung erhalte, sondern auf daß er arbeite.

Emerson, Die Natur (Nature), 1836, aus dem Englischen von Adolph Holtermann, Hannover 1868. Kapitel II. Bequemlichkeit

Diese Zeit ist – wie alle Zeiten – sehr gut, vorausgesetzt, wir wissen etwas damit anzufangen.

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Das am sichersten wirkende Gift ist die Zeit.

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