Mein Leben Mein Leben, ein Leben ist es kaum, Ich gehe dahin als wie im Traum. Wie Schatten huschen die Mensch hin, Ein Schatten dazwischen ich selber bin. Und im Herzen tiefe Müdigkeit – Alles sagt mir: Es ist Zeit ...
Des Lebens höchste Offenbarung Doch immer aus dem Herzen blüht.
Es kribbelt und wibbelt weiter Die Flut steigt bis an den Ararat, Und es hilft keine Rettungsleiter, Da bringt die Taube Zweig und Blatt – Und es kribbelt und wibbelt weiter. Es sicheln und mähen von Ost nach West Die apokalyptischen Reiter, Aber ob Hunger, ob Krieg, ob Pest, Es kribbelt und wibbelt weiter. Ein Gott wird gekreuzigt auf Golgatha, Es brennen Millionen Scheiter, Märtyrer hier und Hexen da, Doch es kribbelt und wibbelt weiter. So banne dein Ich in dich zurück Und ergib dich und sei heiter, Was liegt an dir und deinem Glück? Es kribbelt und wibbelt weiter.
Ich weiß, daß das Leben sein bißchen Honig woanders saugt.
Erst unter Kuß und Spiel und Scherzen, erkennst du ganz, was Leben heißt; o lerne denken mit dem Herzen, und lerne fühlen mit dem Geist.
Jedes Land, jede Gesellschaft, jedes Lebensalter, jedes Verhältnis, jedes Portemonnaie fordert ein ganz bestimmtes Benehmen, und die entsprechende Haltung zu treffen, ist die recht eigentliche Lebensklugheit.
Mach' dich vertraut mit dem Gedanken, Daß doch das Letzte kommen muß, Und statt in Trübsinn hin zu kranken, Wird dir das Dasein zum Genuß.
Daß wir die Melodie unseres Lebens selber spielen, das wünschen wir uns. Und daß sie uns, auch wenn es hier und dort mal einen Misston gibt, doch zu einem harmonischen Ganzen gerät, denn es kommt immer darauf an, daß, wie und wo man marschiert, man allerorts die Musik des Lebens hört.
Wir müssen alle harte Nüsse knacken, der eine heut, der andre morgen, das ist der ganze Unterschied.
Ein alter bewährter Freundeskreis ist unbezahlbar, aber er reicht nicht aus, wenn nicht frische Elemente gelegentlich hinzukommen.
Von Jugend auf gepflegte Herzensbeziehungen sind doch das Schönste, was das Leben hat.
Es ist das Verderben unserer Tage, daß wir, losgelöst vom Göttlichen, alles aus unserer Kraft und Weisheit heraus gestalten, alles uns selbst und nichts der ewigen Gnade verdanken wollen. Es gibt keine neue Weisheit, und der ist der Weiseste, der dies weiß und danach handelt.
Ganz dumm ist die Neiderei, das Streiten um Rang und Wert; jeder ist alles und jeder ist nichts.