Unbekannt
Manche Menschen gleichen den Bienen, aber nicht durch den Fleiß, sondern durch den Stachel.
Du brauchst in der Welt nicht hoch zu stehen, wenn du nur feste stehst.
Mancher hat nichts als seine Frechheit, und er macht doch sein Glück in der Welt.
Sie, Wolf im Schafspelze! Aber warten Sie, es dürfte sich auch noch ein Gerber für Ihren Pelz finden.
Dem charaktervollen Menschen ist es eine Ehre, wenn die Menge ihn als einen Sonderling belächelt.
Sieht die Welt einen Siegfried-Charakter, so sucht sie gleich nach der Lindenblatt-Stelle.
Sage mir, wie die Leute mit dir umgeh'n, und ich sage dir, wer du bist.
Wenn er auch einmal mit den Bessern ging, Vertrau' dem nicht, der dir als Lump bekannt ist; Schmückt er sich auch mit einem Demantring, Man sieht erst recht, wie schmutzig seine Hand ist.
Die Ausprägung des Einzel-Charakters ist das Kennzeichen der neuen Zeitströmung.
Die charakterlosesten Menschen verteilen nach oben Bücklinge, nach unten Fußtritte.
Um fest zu bleiben, muß man's Ohr verkleben; Wer Gründen lauscht, hat sich schon halb ergeben.
Was halb ist, Freund, Sei dir nicht recht! Merk' dir: halb gut Ist auch halb schlecht.
Manche Menschen sind nie schäbiger, als wenn sie eine Anwandlung von Noblesse haben.
Der hat den edlen Ruhm erworben, Daß er dem Guten nachgestrebt hat, Bei dem zum Schmerz, daß er gestorben, Sich Freude mischt, daß er gelebt hat.