Victor Hugo (1802–1885)

35 Sprüche Klassik

Zum Glück gehört auch ein bißchen Überfluß. Knapp bemessenes Glück ist selten von langer Dauer.

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Sind wir glücklich, weil wir gut sind, oder sind wir gut, weil wir glücklich sind?

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Das Glück hält sich manchmal im Unbekannten versteckt.

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Es gibt nichts Schöneres, als geliebt zu werden, geliebt um seiner selbst willen oder vielmehr; trotz seiner selbst.

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Das höchste Glück des Lebens besteht in der Überzeugung, geliebt zu werden.

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Ein Lebewesen lieben heißt, es durchsichtig zu machen.

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Das erste Anzeichen wirklicher Liebe ist bei einem jungen Mann Schüchternheit, bei einem jungen Mädchen Kühnheit.

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Jemanden lieben heißt, ihn durchsichtig zu machen.

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Fürchte nichts mehr! Die Augen gab Gott dir für das Licht, Die Seele für den Himmel dir Und für dein Herz der Liebe Wahrheit.

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Die Liebe ist das Leben! Ihr Fliehn nur überrascht und schmerzt uns, wenn mit Beben Wir unsre Jugend seh'n zu Ende neigen sich. Nichts, was, wo sie nicht ist, besel'ge, strahle, lohne! Die Schönheit ist die Stirn, die Liebe ist die Krone! O, lasse krönen dich!

Hugo, V., Gedichte. Aus: Chants du Crépuscule, 1841

Wer am meisten liebt, wird tyrannisiert und, was noch schlimmer ist, früher oder später verlassen.

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Wie bitter ein geleerter Kelch! wie endet Jedweder Traum, den uns ein Rausch gesendet, Mit Schrecken! - Jung - o, wie das hofft und glüht! Doch später, wenn die Seel' gesättigt beben Wir, wenn das Aug' zurück aufs Leben Vom andern Rand des Horizontes sieht.

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Die Liebe gleicht dem Dampf, je mehr Druck herrscht, um so stärker wird sie.

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An die Geliebte Weil mir dein voller Kelch die heißen Lippen kühlte, Weil meine bleiche Stirn in deiner Hand geruht, Weil ich den süßen Hauch von deiner Seele fühlte, Der wie ein Weihrauch ist in dunkler Fluth; Weil mir's gegeben ward, von dir die süßen Laute Zu hören, drin das Herz sich aufschließt bis zum Grund, Weil deine Thräne sanft auf meine Wimper thaute, Weil ich mein Lächeln sah erblühn auf deinem Mund; Weil auf mein Haupt ein Strahl in wundervollem Glanze Von deinem Sterne fiel, der sein Gewölk durchbrach, Weil ich ein Rosenblatt, aus deiner Tage Kranze Entrissen, sinken sah in meines Lebens Bach: So sprech' ich unverzagt zu den entflieh'nden Lenzen: Zieht hin, zieht immer hin! Nicht altert dies Gemüth. Wie Schatten schwindet fort mit eurem welken Kränzen! In mir ist eine Kraft, die unvergänglich blüht. Die Schale, die mich labt, ist stets zum Rand gefüllet, Und nie zertrümmert sie der Flügelschlag der Zeit. Mehr Feuer hat mein Geist, als ihr in Aschen hüllet, Mehr Liebe hat mein Herz, als ihr Vergessenheit. (übersetzt von Emanuel Geibel)

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Denn die Liebe ist wie ein Baum: sie treibt von selbst, schlägt ihre Wurzeln tief in unser ganzes Wesen, und grünt noch oft auf einem gebrochenen Herzen weiter.

Hugo, Der Glöckner von Notre-Dame (Notre-Dame de Paris), 1831

Was ich geliebt, kann nicht verderben, Auf schlägt die Flamme, himmelwärts.

Hugo, Oden und Balladen (Odes et ballades), 1818-1822, übersetzt von Ludwig Seeger 1860. Der Dichter in Zeiten der Revolution. Erste Ode, 1821. Originaltext der Übersetzung

Das Leben ist wie eine Speise, welche uns nur ihrer Gewürze wegen schmeckt.

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Zu sterben ist ein Nichts. Nicht zu leben ist schrecklich.

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Das Leben ist nur ein langes Verlieren all dessen, was man liebt.

Hugo, Der lachende Mann (auch 'Die lachende Maske' und 'Der Mann mit dem Lachen') (L’homme qui rit), 1869. Übers. Internet

Jeder muß arbeiten. Tust du's nicht; so zwingen sie dich eines Tages … Dann aber wird dir die Arbeit zur Folter…

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Überläßt man die Verwendung der Zeit dem Zufall, regiert das Chaos.

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