Wilhelm Weber-Brauns

48 Sprüche

Sei zufrieden, wenn du es dereinst dahin gebracht hast, mit Genugtuung auf deinen Lebensweg zurückzuschauen mit dem Bewusstsein, anderen mehr gewesen zu sein, als dir selbst.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Aber wo liegt das Wahre? Ist das Wahre nicht nur das Rücksichtslose?

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Die Wahrheit unserer Feinde kann uns nicht soviel nützen wie unsere eigene.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Der Enthusiasmus bei Beginn eines Krieges entspringt zumeist aus der rauflustigen Seele des Menschen; er wütet gegen Menschen, die genauso gut und schlecht sind wie er selber.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Säe was du willst, es sieht dir immer ähnlich.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Leider müssen die gutmütigen Menschen mehr unter unseren Launen leiden als die garstigen; wir wissen die gutmütigen zu kränken, weil sie sich nicht wehren. Die garstigen haben Stacheldraht um sich.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919