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Das Glück besteht nicht in dem Reichtum und Luxus, der vielmehr ein krankhafter Zustand und die Quelle der Erschlaffung und des Verderbnisses ist; aber Wohlhabenheit und Tätigkeit sind seine Grundlagen, weil Trägheit des Lasters Anfang ist und Armut zur Armseligkeit führt.
Das Glück, wie es dem sittlichen Wert der Großtat nichts hinzufügt, bricht ihm auch nichts ab. Das historische Urteil aber erfreut am Glück, das mit lautem Glockenschlag die Rechtzeitigkeit der Tat von oben her bestätigt.
Der Himmel atmet durch alle Glieder eine gemeinschaftliche Glückseligkeit. Wenn aber jeder die Gaben des Glücks in gleichem Maße besäße, und wenn jeder dem anderen gleich wäre, müßten nicht alle in Streit geraten? Wenn demnach die Glückseligkeit allen Menschen zugedacht war, so konnte sie Gott nicht in äußerliche Dinge setzen.
Und doch verwickelt uns nichts in größeres Unheil, als daß wir uns nach dem Gerede der Menge richten, in dem Wahne, das sei das Beste, was sich allgemeinen Beifalls erfreut und wofür sich uns viele Beispiele bieten, und daß wir nicht nach Maßgabe vernünftiger Einsicht, sondern des Vorganges anderer leben.
Niemand kann mich zwingen, auf seine Art (wie er sich das Wohlsein anderer Menschen denkt) glücklich zu sein, sondern ein jeder darf seine Glückseligkeit auf dem Wege suchen, welcher ihm selbst gut dünkt, wenn er nur der Freiheit anderer, einem ähnlichen Zwecke nachzustreben, die mit der Freiheit von jedermann nach einem möglichen allgemeinen Gesetze zusammen bestehen kann, (d. i. diesem Rechte des andern) nicht Abbruch tut.
Überhaupt aber beruhen 9/10 unseres Glückes allein auf der Gesundheit. Mit ihr wird alles eine Quelle des Genusses: hingegen ist ohne sie kein äußeres Gut, welcher Art es auch sei, genießbar, und selbst die übrigen subjektiven Güter, die Eigenschaften des Geistes, Gemütes, Temperaments, werden durch Kränklichkeit herabgestimmt und sehr verkümmert.
An der Brücke stand jüngst ich in brauner Nacht. Fernher kam Gesang: goldener Tropfen quoll’s über die zitternde Fläche weg. Gondeln, Lichter, Musik – trunken schwamm’s in die Dämmrung hinaus… Meine Seele, ein Saitenspiel, sang sich, unsichtbar berührt, heimlich ein Gondellied dazu, zitternd vor bunter Seligkeit. – Hörte Jemand ihr zu?…
Du wirst es nicht zu Tüchtigem bringen bei deines Grames Träumereien, die Tränen lassen nichts gelingen; wer schaffen will, muß fröhlich sein. Wohl Keime wecken mag der Regen, Der in die Scholle niederbricht, Doch golden Korn und Erntesegen Reift nur heran bei Sonnenlicht.
Es liegt aber das Glück nicht in den Dingen, sondern in der Art und Weise, wie sie zu unsern Augen, zu unsern Herzen stimmen; und ein Ding ist einem viel wert, was ein anderer mit keinem Finger anrühren möchte.
Es ist nur ein Weg, glücklich zu werden, nämlich der, der Stimme seines Gefühls, seines Herzens zu folgen. – Gott hat tief in unsere Seele und Herz die schönen Lignamente eingegraben, denen man nur folgen muß, um auf dem rechten Weg zu bleiben.
Gesundheit ist Glück, so sagt der Kranke – Reichtum ist Glück, sagt der Arme, Weisheit ist Glück, sagt der Philosoph – und sie haben alle Recht. Unglück aber ist gewiß, das nicht erreichen zu können, was man bedarf.
Es lebt kein Mensch, der nicht einen ideellen Begriff des Glückes, der nicht aber auch in seinen vier Pfählen eine Spanne Glücks wenigstens faktisch besäße, nicht einer Art menschlicher Freiheit, einer gewissen Duldsamkeit, Treue etc. teilhaftig wäre.
Es gibt für die Individuen, wie für politische Körperschaften, nur einen Augenblick des Glücks und der Macht; man muß ihn ergreifen, denn das Glück läßt einem nicht zweimal die Wahl im Laufe eines Lebens; und wer den Augenblick nicht benutzt hat, erhält in der Folge nur die traurige Weisung des Unglücks.
Über das Glück. Vier Dinge, Bruder, sind des Glückes Quelle, Wer sie besitzt, erklimmt die Ehrenstelle. Glanzreiche Herkunft ist ein Glückeszeichen, Der Nied’re kann nicht Thron und Kron’ erreichen. Ein andres ist ein Herz von Sünden rein, Ist rein dein Herz, so hast du nichts zu scheu’n. Beglückten ward ein klarer Geist gegeben, Der Schwachbegabte wird in Trübsal leben. Wer sicher wähnt zu sein vor Gottes Strafe, Ist gläubig nicht, nein, ein betörter Laffe. Fünf Tage sind uns hier geschenkt, nicht mehr, Ein Tor, wer nicht ans Künft’ge denkt vorher. Man soll die Welt und ihre Lust verlassen, Den Saum der Frommen selbstbewusst erfassen. Jag’ nicht der Lust nach, der verfänglichen, Sei Freund der Welt nicht, der vergänglichen. Sorg’ um die Welt wird dir nicht Lohn erwerben, Zumal du ja am Ende doch musst sterben. Wird aus dem Leib gefloh’n die Seele sein, Wird Staub in deiner Knochen Höhle sein. Kein Mittel hast du gegen Leibes Tod, Kein Feind, als eigenes Gelüst, dir droht.
Wer auf den blumigen Höhen der Menschheit doch kein Glück erreicht, der ist, wenn er ohne Gott im Innern ist, hilfloser als der Niedrige, der wenigstens in der Anklage seiner tiefen Stellung die Hoffnung der Verbesserung sucht.
Das Glück des Lebens setzt sich aus winzigen Kleinigkeiten zusammen – den kleinen, bald vergessenen Wohltaten eines Kusses oder Lächelns, eines freundlichen Blicks, eines von Herzen kommenden Kompliments –, zahllosen, unendlich kleinen Dosen angenehmer und belebender Freuden.
Die Natur lehrt uns, was vom Zufall kommt, geringer einzuschätzen, im Glück das Unglück kennenzulernen und im Unglück das Glück nicht zu überschätzen, das Gute vom Zufall ohne Aufregung anzunehmen und gewappnet zu sein gegen das scheinbare Unglück, das von ihm kommt; ferner, dass alles Glück und Unglück der Menge Sache des Augenblicks ist, die Weisheit aber mit dem Zufall nichts gemein hat.
Die Kunst zu gefallen ist nicht dem gegeben, der sie zu nutzen verstünde; und wer sie besitzt, versteht sie nicht zu nutzen. Ebenso verhält es sich mit Geist, Reichtum, Gesundheit, die Gaben der Natur und des Glücks sind nicht so selten, als die Kunst, sie zu genießen.
Das Glück, das glatt und schlüpfrig rollt, tauscht in Sekunden seine Pfade, ist heute mir, dir morgen hold und treibt die Narren rund im Rade. Laß fliehn, was sich nicht halten läßt, den leichten Schmetterling laß schweben, und halte dich nur selber fest; Du hältst das Schicksal und das Leben.
Glücklichfühlen ist keine Gabe des Schicksals und kommt nicht von außen. Man muß es sich, wenn es dauernd sein soll, immer selbst erkämpfen. Das ist aber auch tröstend, denn man kann es auch immer erkämpfen.
Es ist unmöglich, einen Mann, dem durch seine Art zu verfahren viel geglückt ist, zu überzeugen, er könne gut daran tun, anders zu verfahren. Daher kommt es, daß das Glück eines Mannes wechselt, denn die Zeiten wechseln, er aber wechselt nicht sein Verfahren.