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765 Sprüche gefunden

Das Glück besteht nicht in dem Reichtum und Luxus, der vielmehr ein krankhafter Zustand und die Quelle der Erschlaffung und des Verderbnisses ist; aber Wohlhabenheit und Tätigkeit sind seine Grundlagen, weil Trägheit des Lasters Anfang ist und Armut zur Armseligkeit führt.

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Das Glück, wie es dem sittlichen Wert der Großtat nichts hinzufügt, bricht ihm auch nichts ab. Das historische Urteil aber erfreut am Glück, das mit lautem Glockenschlag die Rechtzeitigkeit der Tat von oben her bestätigt.

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Du wirst es nicht zu Tüchtigem bringen bei deines Grames Träumereien, die Tränen lassen nichts gelingen; wer schaffen will, muß fröhlich sein. Wohl Keime wecken mag der Regen, Der in die Scholle niederbricht, Doch golden Korn und Erntesegen Reift nur heran bei Sonnenlicht.

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Wer auf den blumigen Höhen der Menschheit doch kein Glück erreicht, der ist, wenn er ohne Gott im Innern ist, hilfloser als der Niedrige, der wenigstens in der Anklage seiner tiefen Stellung die Hoffnung der Verbesserung sucht.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Fünftes Kapitel. Geheime Instruktion eines Fürsten an die Oberhofmeisterin seiner Tochter. § 101

Glücklichfühlen ist keine Gabe des Schicksals und kommt nicht von außen. Man muß es sich, wenn es dauernd sein soll, immer selbst erkämpfen. Das ist aber auch tröstend, denn man kann es auch immer erkämpfen.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 17. Juli 1830

Des menschlichen Lebens letztes Ziel ist Glückseligkeit. Der Name Glückseligkeit meint die äußere Vollendung der geistigen Natur. "Mensch auf dem Wege" heißt einer deswegen, weil er zur Glückseligkeit strebt, "Mensch am Ziel" aber heißt einer deswegen, weil er die Glückseligkeit schon erreicht hat.

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Glück O, frag' mich nicht, was ist denn Glück? Sieh' vorwärts nicht, noch sieh' zurück! O, such' es nicht in weiter Ferne, Auf diesem oder jenem Sterne; O, such's nicht dort und such's nicht hier! Das Glück wohnt nur in dir.

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Das Gesetz des Glücks Wenn Du etwas magst, genieße es. Wenn Du etwas nicht magst, vermeide es. Wenn Du etwas nicht magst und nicht vermeiden kannst, ändere es. Wenn Du etwas nicht magst und nicht vermeiden und nicht ändern kannst, akzeptiere es und ändere Deine Sicht der Angelegenheit. Wenn Du es nicht akzeptierst, bleibst Du unglücklich.

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Zürne dem Glücklichen nicht, daß den leichten Sieg ihm die Götter Schenken, daß aus der Schlacht Venus den Liebling entrückt. Ihn, den die lächelnde rettet, den Göttergeliebten beneid ich, Jenen nicht, dem sie mit Nacht deckt den verdunkelten Blick.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Glück, 1798

Die Pflicht, unbedingt wenigstens einen Menschen in seinem Leben glücklich zu machen, und zwar praktisch, das heißt: in Wirklichkeit, würde ich sie für jeden entwickelten Menschen einfach zum Gebot erheben.

Dostojewski, Der Jüngling (auch: Ein grüner Junge), 1876

Die drei schönsten Gipfel des Lebens sind: das erste Amt, ein liebes Weib, das erste Kind! Wer diese drei gewonnen hat, der darf hienieden keine große Steigerung des Glücks mehr erwarten. Wer keines je besessen, der ist als Bettler durchs Leben gegangen.

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Denn wenn ich auch nicht ganz bestreiten will, daß es Pechvögel gibt, so gilt doch vom Glück im Ganzen dasselbe wie vom Gold: Es liegt auf der Straße, und der hat's, der's zu finden und aufzuheben versteht.

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So übe ich mich unaufhörlich darin, das wahre Glück von allen äußeren Umständen zu trennen und es nur als Belohnung und Ermunterung an die Tugend zu knüpfen. Da erscheint es in schönerer Gestalt und auf sicherem Boden.

Kleist, H., Briefe. An Christian Ernst Martini, 18./19. März 1799

Das Glück, wenn es mir recht ist, liegt in zweierlei: Darin, daß man ganz da steht, wo man hingehört, und zum Zweiten und Besten in einem behaglichen Abwickeln des ganz Alltäglichen, also darin, daß man ausgeschlafen hat, und daß einen die neuen Stiefel nicht drücken.

Fontane, T., Briefe. An Gustav Karpeles, 3. April 1879

Glücklichsein, das ist des Menschen erster Wunsch und letztes Ziel, er erreicht es im Bunde mit der gütigen Natur; er erreicht es mit der Leuchte des Schönen in der Kunst; er erreicht es auf der Stufenleiter der Tugenden.

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Jede irdische Venus ersteht wie die erste des Himmels, Eine dunkle Geburt aus dem unendlichen Meer; Wie die erste Minerva, so tritt mit der Ägis gerüstet Aus des Donnerers Haupt jeder Gedanke des Lichts.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Glück, 1798

Es ist gut, die Glücklichen dieser Welt hin und wieder wissen zu lassen, und wäre es auch nur, um ihren törichten Hochmut ein wenig zu schmälern, dass es ein höheres Glück gibt als das ihre, umfassender und erlesener.

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Der Mensch lebt in einer ewigen Furcht vor seinem Glück. Es tritt ihm schon als Kind entgegen, und er entzieht sich der liebenden Gewalt, er möchte gerne sich selbst versuchen und durch eigene Kraft das erringen, was ihm ein freundliches Geschick früh mit auf die Welt gab.

Tieck, Lebensansicht, 1800

Das menschliche Gut ist der Tugend gemäße Tätigkeit der Seele, und gibt es mehrere Tugenden: der besten und vollkommensten Tugend gemäße Tätigkeit. Dazu muß aber noch kommen, daß dies ein volles Leben hindurch dauert; denn wie eine Schwalbe und ein Tag noch keinen Sommer macht, so macht auch ein Tag oder eine kurze Zeit noch niemanden glücklich und selig.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1098a (I, 6.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Mögen alle deine Träume wahr werden, mögen alle deine Himmel blau sein, mögen alle deine Freunde wahrhaft Freunde sein, mögen alle deine Freuden vollkommen sein, mögen Glück und Lachen alle deine Tage ausfüllen.

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Unten am Einganges des „Berges der Läuterung“ wird der feste Entschluß und die unumwundene Erklärung von den Menschen verlangt,jeden Preis, der gefordert werden möge, für das wahre Glück zu zahlen; ohne das findet kein Einlaß statt, und auf einembequemerenWege istnoch niejemand zum Glücke gelangt.

Hilty, Glück, 3 Bde., 1890-99