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Im Leben gilt Verstand weit mehr als Gemüt und erreicht auch weit mehr; doch ohne Gemüt keine Zuneigung noch Liebe.
Lasse nur Dir selber die Herrschaft in Deinem Gemüt, und lasse mich einen geringen Anteil dran haben, wir sind ja keine zwei!
Es gehört zu manch einer mutigen, heißen, fieberhaft ihr Bestes geben wollenden Seele eine ungeschickte, zaghafte Hand.
Was auch in der Welt für Polizei der Seele herrscht, ich folge ihr nicht!
Jeder Teil der Seele muß persönlich eingesehen haben, was er [der Heilige] eigentlich will, was er soll, worin seine Vollendung besteht, unerfahrene Wahrheiten erkennt er nicht an, und, um genug zu erleben, muß er sich vielem aussetzen.
Das Leben der Seele reicht weiter als in Siriusfernen. Daher die vielen Widersprüche ihrer Ethik mit den Gesetzen der Natur auf der Erde, diesem kleinen Winkel des Alls.
Der Tag neigt sich zu Ende, Es kommt die stille Nacht; Nun ruht, ihr müden Hände, Das Tagwerk ist vollbracht. Du aber, Seele, ringe Dich von der Erde los, Und werde leicht und schwinge Dich auf in Gottes Schoß. Hinauf mit Glaubensflügeln, Die Liebe fliegt voran, Wo über dunkeln Hügeln Der Himmel aufgetan.
Ins ew'ge Licht das Irdische getaucht, Das ist's, was deine Seele braucht.
So wuchs der Sintlingerhübel gleich einem Berge in die Luft hinauf, von dem zwanzig, dreißig Dörfer das Ahnen eines geheimnisvollen Lichtes auf der Welt erhielten, einem Licht, das in dem Menschen brennt, aus dem einen herrlich herausglüht, in dem andern hinter Schmutz und Trümmern verborgen bleibt, das gleichwohl niemand entbehrt.
Nein, der Seele bleibt keine Narbe zurück. Der Menschheit wird die Kugel bei einem Ohr hinein und beim andern herausgegangen sein.
Eine schöne Seele ist wie eine Flamme, die sich gegen Himmel hebt.
Der Mensch ist gegen sich selbst, gegen Auskundschaftung und Belagerung durch sich selber, sehr gut verteidigt, er vermag gewöhnlich nicht mehr von sich, als seine Außenwerke wahrzunehmen. Die eigentliche Festung ist ihm unzugänglich, selbst unsichtbar, es sei denn, dass Freunde und Feinde die Verräter machen und ihn selber auf geheimem Wege hineinführen.
Unser Gemüt ist wie eine Waage. Wenn die eine Schale durch den Druck der Erde niedersinkt, so steigt die andere in die Höhe.
Seelenrast Lagernd unter Busch und Halm Blick' ich in den Abend, Bläulich schwillt des Ackers Qualm, Aug' und Seele labend. Kühle, kühl', o feuchte Flur, Meines Busens Glühen! Löse liebend, o Natur, Alles Lebens Mühen!
Wir lagen auf der Wiese und baumelten mit der Seele.
Wenn alles zu allem kommt [...], muß man gestehen, daß es ganz leicht ist, den Abgrund zu überspringen, der Körper und Seele trennt.
Es ist so herrlich, eine Seele sein nennen zu können, und doch können so viele Menschen sich nur über neue Kleider freuen.
Innige Naturen glauben immer, sich selbst und der Welt nicht genug tun zu können; sie möchten zu jeder Stunde, mit jedem Atemzug ein Glück schaffen, einen hohen Gedanken in der Welt befestigen.
Die Gemütsbewegungen charakterisieren den Menschen.