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26202 Sprüche gefunden

Es kämpfen die Parteien und im Wald entrollt sich der Farn.

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Des Krieges Eltern heißen Schwachsinn und Trägheit.

Morgenstern, Aphorismen und Sprüche, hg. von Margareta Morgenstern, 1960. Zeitkritisches, 1907. Erstdruck in: Das Goethenaum 1, 1921/22

Der Krieg lohnt seinen Herrn wie der Teufel seinen Knecht.

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Davon heilt die Wunde nicht, dass man den Degen in die Scheide steckt.

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Der Krieg ist ein Rubelfresser.

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Krieg hat noch nie etwas erreicht, das wir ohne nicht besser erreichen könnten.

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Auf euer Haupt wälzt er der Witwen und der Waisen Tränen, der toten Männer Blut, der Weiber Gram um Gatten, Väter und um Anverlobte, die dieser grimme Streit verschlingen wird.

Shakespeare, König Heinrich V., Raubdruck 1600

Der Krieg wird Freunden und Feinden schwer.

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Der Krieg ist ein Faß ohne Boden.

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Der Krieg will ein Haupt mit guter Zunge und doppeltem Gehirn haben.

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Während sich auf anderen Gebieten Irrtümer bisweilen wieder gutmachen lassen, ist dies bei Fehlern, die man im Kriege begeht, unmöglich, weil sie sich sogleich rächen.

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Kein Krieg so klein, er schlägt nicht Wunden bis ins Herz hinein.

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Ich hielte einen solchen Krieg, dessen Ausgang nicht gewiß sein dürfte, für eine Katastrophe der internationalen Arbeiterbewegung; tritt dergleichen ein, so ist mir keinen Augenblick zweifelhaft, wer der Schuldige ist.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Kurt Tucholsky, in: Moskauer Rundschau, 22.06.1930, Nr. 25, zur Umfrage: Wie würden Sie sich im Falle eines Krieges gegen die UdSSR verhalten?

Im Krieg haben wichtige Ereignisse unscheinbare Ursachen.

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Ich bin nur in Krieg gegangen, um mich in meiner Liebe zum Leben zu befestigen.

Büchner, Woyzeck, 1836/37

Wer ist wohl so unverständig, daß er den Krieg wählt statt des Friedens? Im Frieden werden die Väter von ihren Kindern begraben, im Krieg aber die Kinder von ihren Vätern.

Herodot, Historien. Erstes Buch

Der Krieg rüttelt die Völker wach, gießt Stahl ins Blut.

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Es ist im Kriege alles sehr einfach, aber das Einfachste ist schwierig.

Clausewitz, Vom Kriege. Hinterlassenes Werk des Generals Carl von Clausewitz, hg. von Marie von Clausewitz, 1832-34

Die Nerven des Krieges, unendlich viel Geld.

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Apage, Josephine, apage -! In Wien zuckte neulich die Baker mit ihrem Popo, denn es zieren die Kugeln ihrer Brüste manch schönes Revue-Tableau. Auch tanzt sie bald auf dem rechten, bald auf dem linken Bein – und schielen kann sie, daß das Weiße nur so erglänzt in ihren Äugelein. Dies haben die Zentrums-Schwarzen, die jungen und die alten, leider für eine Anspielung auf ihre Kirche gehalten. Auch fühlten sie sich bedroht in ihrer Sittlichkeit, und sie ließen die Glocken läuten, ganz wie in schwerer Zeit. Drei Sühnegottesdienste stiegen auf zum österreichischen Himmel, und die Bußglocke gefiel sich in einem moralischen Gebimmel. Denn: Wenn eine Tänzerin gut gewachsen ist und einen Venus-Körper hat, der nicht aus Sachsen ist; und wenn sie tanzt, daß nur der Rhythmus so knackt, und wenn sie ein ganzes Theater bei allen Sinnen packt; und wenn das Leben bunt ist hierzulande –: das ist eine Schande. Wenn aber Christus, der gesagt hat: »Du sollst nicht töten!«, an seinem Kreuz sehen muß, wie sich die Felder blutig röten; wenn die Pfaffen Kanonen und Flugzeuge segnen und in den Feldgottesdiensten beten, daß es Blut möge regnen; und wenn die Vertreter Gottes auf Erden Soldaten-Hämmel treiben, auf daß sie geschlachtet werden; und wenn die Glocken läuten: »Mord!« und die Choräle hallen: »Mord! Ihr sollt eure Feinde niederknallen!« Und wenn jemand so verrät den Gottessohn –: Das ist keine Schande. Das ist Religion.

Tucholsky, Werke 1907-1935. In: Die Weltbühne, 27.03.1928, Nr. 13, S. 486, wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928

Der Krieg ist eine Serie von Fehlschlägen, aus der ein Sieger hervorgeht.

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