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Der waffenlose Sieg des Mönches Gregors VII. über Heinrich IV. hat mehr Anrecht auf die Bewunderung der Welt als alle Siege eines Alexanders, Cäsars oder Napoleon. Die Schlachten, welche die Päpste des Mittelalters schlugen, wurden nicht durch Eisen und Blei, sondern durch moralische Macht erkämpft, und die Anwendung so feiner und geistiger Mittel ist es, welche das Mittelalter weit über unsere Zeit erhebt. Ein Napoleon erscheint einem Gregor gegenüber nur als Barbar.
Hätte man doch nur die alte Sitte, daß sich die Könige vor die Fronten ihrer Armeen riefen und ihre Händel durch Zweikampf ausmachten –! Einige Gänge – und Ruhe und Friede wäre in der Welt.
Wann wird die Zeit anbrechen, wo sich die Fürsten nicht gegenseitig ihre Throne, sondern die Völker gegenseitig ihre Freiheiten verbürgen?
Ihr führt Krieg? Ihr fürchtet euch vor einem Nachbarn? So nehmt doch die Grenzsteine weg – so habt ihr keinen Nachbarn mehr.
Männer sind alles, Maßregeln vergleichsweise nichts.
Es schont der Krieg auch nicht das zarte Kindlein in der Wiege.
Es ist der Krieg ein roh gewaltsam Handwerk, Man kommt nicht aus mit sanften Mitteln; alles Läßt sich nicht schonen.
Es wird eine Zeit kommen, wo Nationalstolz ebenso angesehen werden wird wie Eigenliebe und andre Eitelkeit; und Krieg wie Schlägerei.
Der Krieg tritt selten ein, außer dort, wo Reichtum lockt.
In Bürgerkriegen streitet die Leidenschaft des Volks, und der Feind ist der Gegenstand derselben. Jeder einzelne Mann ist hier Beleidiger, weil jeder Einzelne ausfreierWahl die Partei ergriff, für die er streitet.
Der Krieg wird zwischen den Staaten geführt und nicht unter und mit den Privatpersonen.
Elegie im Kriege Lieder sing ich, seit ich denke, weil mein Herz empfindsam ist und den Spender der Geschenke im Genießen nicht vergißt. Doch sie haben mich vergessen, denen ich mein Lied beschert. Niemand lebt auf Erden, dessen Seele meines Sangs noch wert. Heldentaten zu vollbringen, ist kein Lob in dieser Zeit: Disziplin heißt sie vollbringen, Angst gebiert die Tapferkeit. Liebe, die das Herz beseligt, zupft an keiner Leier mehr. Haß ersetzt sie. Haß befehligt. Haß ist Heil und Pflicht und Wehr. Niemals kehrt die Freude wieder und das Licht, das uns umgab. Still versinken auch die Lieder in der Menschheit Massengrab.
Die Gefühle für Gerechtigkeit, Anständigkeit und Treue, welche sich auf anerkannte Gleichheit der Rechte gründen, verlieren in Bürgerkriegen ihre Kraft, wo jeder Teil in dem andern einen Verbrecher sieht, und sich selbst das Strafamt über ihn zueignet.
Alle vereinigten Laster aller Zeiten und Länder werden nicht dem Unheil gleichkommen, welches ein einziger Krieg verursacht.
Ein furchtbar wütend Schrecknis ist Der Krieg, die Herde schlägt er und den Hirten.
Das Glück der Schlachten ist das Urteil Gottes.
Versuche nicht den falschen Gott der Schlachten, denn blind und ohne Schonung waltet er.
Diese Weisheit, welche Blut befiehlt, Ich hasse sie in meiner tiefsten Seele.
Jeder Irrthum hat seine Schule, sein Auditorium. Keiner kann so übertüncht werden, als die Idee vom Kriege. Wahrlich! ein übertünchtes Grab!
Triff' ihn so, dass er das Sterben fühlt!