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Der waffenlose Sieg des Mönches Gregors VII. über Heinrich IV. hat mehr Anrecht auf die Bewunderung der Welt als alle Siege eines Alexanders, Cäsars oder Napoleon. Die Schlachten, welche die Päpste des Mittelalters schlugen, wurden nicht durch Eisen und Blei, sondern durch moralische Macht erkämpft, und die Anwendung so feiner und geistiger Mittel ist es, welche das Mittelalter weit über unsere Zeit erhebt. Ein Napoleon erscheint einem Gregor gegenüber nur als Barbar.

Gregorovius, Die Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter, 8 Bde., 1859-72

Hätte man doch nur die alte Sitte, daß sich die Könige vor die Fronten ihrer Armeen riefen und ihre Händel durch Zweikampf ausmachten –! Einige Gänge – und Ruhe und Friede wäre in der Welt.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Wann wird die Zeit anbrechen, wo sich die Fürsten nicht gegenseitig ihre Throne, sondern die Völker gegenseitig ihre Freiheiten verbürgen?

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Ihr führt Krieg? Ihr fürchtet euch vor einem Nachbarn? So nehmt doch die Grenzsteine weg – so habt ihr keinen Nachbarn mehr.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. November 1882 – Februar 1883

Männer sind alles, Maßregeln vergleichsweise nichts.

Canning, Reden. Über den Militäretat, 8. Dezember 1802

Es schont der Krieg auch nicht das zarte Kindlein in der Wiege.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 1. Akt, 2. Szene, Stauffacher

Es ist der Krieg ein roh gewaltsam Handwerk, Man kommt nicht aus mit sanften Mitteln; alles Läßt sich nicht schonen.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 1. Akt, 2. Auftritt, ILLO

Es wird eine Zeit kommen, wo Nationalstolz ebenso angesehen werden wird wie Eigenliebe und andre Eitelkeit; und Krieg wie Schlägerei.

Varnhagen, R., Briefe

Der Krieg tritt selten ein, außer dort, wo Reichtum lockt.

Dryden, The Hind and the Panther: A Poem, in Three Parts, 1687

In Bürgerkriegen streitet die Leidenschaft des Volks, und der Feind ist der Gegenstand derselben. Jeder einzelne Mann ist hier Beleidiger, weil jeder Einzelne ausfreierWahl die Partei ergriff, für die er streitet.

Schiller, Geschichte der Unruhen in Frankreich, welche der Regierung Heinrichs IV. vorangingen bis zum Tode Karls IX., 1791

Der Krieg wird zwischen den Staaten geführt und nicht unter und mit den Privatpersonen.

Bluntschli, Das moderne Völkerrecht der zivilisierten Staaten als Rechtsbuch dargestellt, 2., ergänzte Auflage 1872 (EA: 1869)

Elegie im Kriege Lieder sing ich, seit ich denke, weil mein Herz empfindsam ist und den Spender der Geschenke im Genießen nicht vergißt. Doch sie haben mich vergessen, denen ich mein Lied beschert. Niemand lebt auf Erden, dessen Seele meines Sangs noch wert. Heldentaten zu vollbringen, ist kein Lob in dieser Zeit: Disziplin heißt sie vollbringen, Angst gebiert die Tapferkeit. Liebe, die das Herz beseligt, zupft an keiner Leier mehr. Haß ersetzt sie. Haß befehligt. Haß ist Heil und Pflicht und Wehr. Niemals kehrt die Freude wieder und das Licht, das uns umgab. Still versinken auch die Lieder in der Menschheit Massengrab.

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Die Gefühle für Gerechtigkeit, Anständigkeit und Treue, welche sich auf anerkannte Gleichheit der Rechte gründen, verlieren in Bürgerkriegen ihre Kraft, wo jeder Teil in dem andern einen Verbrecher sieht, und sich selbst das Strafamt über ihn zueignet.

Schiller, Geschichte der Unruhen in Frankreich, welche der Regierung Heinrichs IV. vorangingen bis zum Tode Karls IX., 1791

Wie wir sehen, beugt das System des Gleichgewichts den Kriegen keineswegs vor.

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Alle vereinigten Laster aller Zeiten und Länder werden nicht dem Unheil gleichkommen, welches ein einziger Krieg verursacht.

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Ein furchtbar wütend Schrecknis ist Der Krieg, die Herde schlägt er und den Hirten.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 1. Akt, 2. Szene, Stauffacher

Das Glück der Schlachten ist das Urteil Gottes.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. Prolog, 3. Auftritt, Thibaut

Versuche nicht den falschen Gott der Schlachten, denn blind und ohne Schonung waltet er.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 2. Akt, 4. Auftritt, La Hire

Diese Weisheit, welche Blut befiehlt, Ich hasse sie in meiner tiefsten Seele.

Schiller, Maria Stuart, 1800. 2. Akt, 3. Auftritt, Elisabeth

Jeder Irrthum hat seine Schule, sein Auditorium. Keiner kann so übertüncht werden, als die Idee vom Kriege. Wahrlich! ein übertünchtes Grab!

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Triff' ihn so, dass er das Sterben fühlt!

Sueton, De vita Caesarum (Die Kaiserbiographien), 2. Jhdt. n. Chr. Kaiser Caligulas stetiger Befehl, die Leiden der Schlachtopfer zu verlängern