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26202 Sprüche gefunden

Wer weiß wo. Auf Blut und Leichen, Schutt und Qualm, auf roßzerstampften Sommerhalm die Sonne schien. Es sank die Nacht. Die Schlacht ist aus, und mancher kehrte nicht nach Haus einst von Kolin. Ein Junker auch, ein Knabe noch, der heut das erste Pulver roch, er mußte dahin. Wie hoch er auch die Fahne schwang, der Tod in seinen Arm ihn zwang, er mußte dahin. Ihm nahe lag ein frommes Buch, das stets der Junker mit sich trug am Degenknauf. Ein Grenadier von Bevern fand den kleinen erdbeschmutzten Band und hob ihn auf. Und brachte heim mit schnellem Fuß dem Vater diesen letzten Gruß, der klang nicht froh. Dann schrieb hinein die Zitterhand: »Kolin. Mein Sohn verscharrt im Sand, wer weiß wo.« Und der gesungen dieses Lied, und der es liest, im Leben zieht noch frisch und froh. Doch einst bin ich und bist auch du verscharrt im Sand, zur ewigen Ruh, wer weiß wo.

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Entdeckte man das Geheimnis, den Krieg für immer abzuschaffen, das menschliche Geschlecht zu vermehren und die Existenz aller Menschen zu sichern – wie töricht und barbarisch erschienen unsere besten Gesetze.

Vauvenargues, Nachgelassene Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Wenn die Fahnen wehen, steckt der Verstand in der Trompete.

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Selten ist in Europa überall Frieden, und nie geht der Krieg in den anderen Weltteilen aus.

Clausewitz, Vom Kriege. Hinterlassenes Werk des Generals Carl von Clausewitz, hg. von Marie von Clausewitz, 1832-34. 1. Buch, 8. Kapitel

Mein ist alles! sprach das Gold; Mein ist alles! sprach der Stahl. Alles kauf' ich! sprach das Gold; Alles nehm' ich! sprach der Stahl.

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Auf einem Fest in Los Angeles fragte ich einen ordengeschmückten jungen Marineinfanteristen, wo er herstamme. "Geboren bin ich in Brooklyn", erwiderte er, "und aufgewachsen in Vietnam."

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Cränz einen Welterobrer nicht, Schlepp lieber ihn zum Hochgericht.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Ein silbern dito [ABC]. Originaltext

Die Waffen ruhn, des Krieges Stürme schweigen, Auf blutge Schlachten folgt Gesang und Tanz.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 4. Akt, 1. Auftritt, Johanna

Loslassen Kann der Gewaltige den Krieg, doch nicht Gelehrig wie der Falk sich aus den Lüften Zurückschwingt auf des Jägers Hand, gehorcht Der wilde Gott dem Ruf der Menschenstimme.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 3. Akt, 3. Auftritt, Erzbischof

Der Krieg ist die stärkende Eisenkur der Menschheit und zwar mehr des Teils, der ihn leidet, als des, der ihn führt. Ein Kriegsstoß weckt die Kräfte auf, die das lange Nagen der täglichen Sorgen durchfrisst.

Jean Paul, Friedens-Predigt an Deutschland, 1808

Der Krieg ist gar keine Kunst, und der Zufall entscheidet allein über das Schlachtenglück. Von zwei Generälen, die einander gegenüberstehen und die beide dumm sind, muß notgedrungen einer den Sieg davontragen.

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Reißt die Kreuze aus der Erden! Alle sollen Schwerter werden, Gott im Himmel wird's verzeihn.

Herwegh, Gedichte eines Lebendigen, 1841-43. Aus: Aufruf

Der Krieg ist gewonnen – nicht aber der Friede.

Einstein, Aus meinen späten Jahren (übers. v. Dr. Hildegard Blomeyer nach der amerikanischen Ausgabe „Out of my later years", Philosophical Library, New York 1950), Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1952. Botschaft an die Nobel-Gedenkfeier in New York, am 19. Dezember 1945. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Albert-Einstein-Archivs der Hebräischen Universität Jerusalem

Man muß stets vollkommen zum Kriege gerüstet sein, um nie in die traurige Notwendigkeit versetzt zu werden, ihn zu führen.

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Sieh, Karl, den Granattrichter! Da heißt es immer, wir machen Geschichte, aber wir machen auch Geographie!

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Der Krieg entblößt alle schwachen Seiten der Regierung, der Krieg reißt die falschen Aushängeschilder herunter, der Krieg offenbart die innere Fäulnis ...

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Der ewige Friede ist ein Traum und zwar nicht einmal ein schöner Traum. Der Krieg ist ein Element der von Gott eingesetzten Ordnung. Die edelsten Tugenden des Menschen entfalten sich daselbst: der Mut und die Entsagung, die treue Pflichterfüllung und der Geist der Aufopferung. Der Soldat gibt sein Leben hin. Ohne den Krieg würde die Welt in Fäulnis geraten und sich im Materialismus verlieren.

Moltke, Briefe. An Professor Bluntschli

Die Freisetzung der Atomkraft hat alles verändert außer unserer Denkweise, und deshalb treiben wir auf Katastrophen zu, die nicht ihresgleichen haben.

Einstein, in: Über den Frieden. Die Originalquelle ist ein vom Emergency Committee formuliertes Telegramm vom 23./24. Mai 1946, das Einstein mitunterzeichnet hat. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Albert-Einstein-Archivs der Hebräischen Universität Jerusalem

Kriegers Sehnsucht Möchte in meinem Bett Liegen im weißen Hemd, Wünschte, der Bart wäre weg, Der Kopf gekämmt. Die Finger wären rein, Die Nägel dazu, Du, meine weiche Frau, Sorgtest für Ruh.

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Nur ein schlechter Mann läßt das Gute aus Furcht vor dem Bösen; nur ein feiger Mann sieht ab von einem glorreichen Unternehmen um eines zweifelhaften Ausganges willen.

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Jeder Krieg birgt gewissermaßen einen neuen in seinen Falten.

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