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Macht in Amt und Würde, Größe und Ansehen durch Geburt, ja selbst die glänzendste Begabung und Talente sind nichts und verschwinden gegen das einzige Große, was der Mensch zu erreichen vermag: die Rechtschaffenheit und Schönheit des Charakters.

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Es gibt keinen Charakter, mag er noch so gut und edel sein, der nicht durch Spötteleien, mögen sie noch so armselig und geistlos sein, verleumdet werden kann.

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Könnte man den Menschen mit der Katze kreuzen, würde man damit den Menschen verbessern, aber die Katze verschlechtern.

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Die Menschen aber, die ihren eigenen Weg zu gehen fähig sind, sind selten. Die große Zahl will nur in der Herde gehen, und sie weigert die Anerkennung denen, die ihre eigenen Wege gehen wollen.

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Ergeht's dir selbst nicht wohl, als edler Mensch Erfreue dich an andrer Wohlergehen.

Williams, Indian Wisdom, 1875

Viel was erregt, nicht was Erregung schafft, Nicht was zu allen Herzen könnte sprechen; Ein Firnis über jeder wildern Kraft, Alltäglichkeit sogar in den Verbrechen; Witz ohne Salz, gemachte Leidenschaft; Kein Hauch von Wahrheit adelt ihre Schwächen; Die Charaktere sämtlich gleich und glatt, Wenn einer überhaupt Charakter hat.

Byron, Don Juan, 1819-24

Der Charakter der Menschen ist ihren Gesichtern eingepräget. Alle Leidenschaften verursachen besondere Züge in dem Gesicht. Sind sie von langer Dauer, so werden die Züge unauslöschlich.

Kleist, E. C., Prosaische Aufsätze, 1761. VIII. Gedanken über verschiedene Vorwürfe

Betrachte nie einen Tag als verloren, an dem du gewartet hast, bis du an die Reihe kommst, dir nur deinen Anteil genommen und niemand zu übervorteilen versucht hast.

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Das Unglück ist der Prüfstein des Charakters.

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Obgleich das Genie stets Bewunderung hervorruft, wird doch dem Charakter die meiste Ehrfurcht gezollt.

Smiles, Der Charakter (Character), 1871

Es gibt eine Menge Menschen, aber noch viel mehr Gesichter, denn jeder hat mehrere.

Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910

Die meisten Menschen besitzen, wie Pflanzen, verborgene Eigenschaften, die der Zufall entdeckt.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Es reicht nicht aus, gute Eigenschaften zu besitzen. Man muß sie auch gut ausnutzen.

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Nicht was du bist Ist's, was dich ehrt, Wie du es bist, Bestimmt den Wert.

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Ein kluger Falke verbirgt seine Krallen.

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Je mehr Blüten, desto weniger Früchte.

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Jemand, der mehr Fähigkeit als Charakter besitzt, gehört nicht zu den wertvollen Menschen.

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Wer im Steinhaus sitzt, sollte nicht mit Gläsern werfen.

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Der Charakter des Menschen ist bei der Geburt immer gut; er verändert sich nur mit der Verschiedenheit der Umgebung.

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Einer der sich selbst krümmt, kann andere nicht gerade machen.

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Nichts ist trauriger als eine Niedrigkeit, die ihren Lohn nicht erzielt hat. Sie bilde sich nicht nachträglich ein, daß sie Gemeinheit l'art pour l'art sei.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). III. Mensch und Nebenmensch