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26202 Sprüche gefunden

Tugendfeste Männer nannte er [Diogenes von Sinope] Ebenbilder der Götter, die Liebe eine Beschäftigung für Müßiggänger.

Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. VI, 51. Übersetzt von Otto Apelt (1921)

Der nichts wert ist, kann auch nichts wollen.

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Wo der Adel der Gesinnung fehlt, da ist der befähigtste und kenntnisreichste Mensch nichts wert.

Kehr, Die Praxis der Volksschule. Ein Wegweiser zur Führung einer guten Schuldisciplin und zur Ertheilung eines methodischen Schulunterrichtes für Volksschullehrer und für solche, die es werden wollen, 1870

Der böse Charakter vertraut in der Not nicht auf den Beistand anderer; ruft er ihn an, so geschieht es ohne Zuversicht: erlangt er ihn, so empfängt er ihn ohne wahre Dankbarkeit.

Schopenhauer, Die beiden Grundprobleme der Ethik, 1841. Preisschrift über die Grundlage der Moral

Nicht in Montaigne, sondern in mir selber finde ich alles, was ich bei ihm sehe.

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Der Mensch ist schön, aber die Menschen sind Schweine.

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Das Abfaulen und Abdorren des Menschen, an dem nichts mehr Mensch ist, ist entsetzlich.

Pestalozzi, Lienhard und Gertrud, 4 Bde., 1781-87

Wer die Kehrseiten der Menschen gesehen hat: wie kann der noch stolz sein?

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Ich habe mich wohl schon tausendmal über diese Fähigkeit des Menschen gewundert, das höchste Ideal neben der niedrigsten Gemeinheit in seiner Seele hegen zu können, und beides mit vollkommener Aufrichtigkeit.

Dostojewski, Die Brüder Karamasow, 1878-80

Ein Mann mit einem starken Charakter hat keinen guten Charakter.

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Aus Kleinem ermesse den Charakter, denn wer im Kleinen sich treu, ist erhaben im Großen.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Bei den besten Menschen, die mir begegnet, habe ich noch immer die Reißzähne von den Schneidezähnen ganz deutlich unterscheiden können.

Busch, W., Briefe. An Marie Anderson, 16. April 1875

Dein Charakter soll deine Erscheinung nicht in Frage stellen.

Hesiod, Werke und Tage, um 700 v. Chr

Jeder Mensch trägt einen Dämon in sich, der ihn reizt und zu seinen Handlungen treibt.

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Am allerwenigsten muß man an den Charakteren herumbasteln wollen; es führt zu gar nichts, außer zu Verstimmung und Ärgernis.

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Charakter ist Verwirklichung derIdee, der inneren Form, deseinmaligenSo-Seins jedes Einzelwesens.

Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Man sieht gleich, wo die zwei notwendigsten Eigenschaften fehlen: Geist und Gewalt.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Mancher hat nichts als seine Frechheit, und er macht doch sein Glück in der Welt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Gesinnung vererben gilt mehr als Gut hinterlassen.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Und wärest du… Und wärest wie Krösus du reich an Besitz Und ein Shakespeare an Geist und Witz, Ein Schlachtengenie wie Napoleon, Ein großer Erfinder wie Edison, Und wärest du einer der sieben Weisen, Ja, würde dich die Welt umkreisen: Fehlt dir Charakter – ohne Zweifel Bist und bleibst du der ärmste Teufel.

Pesendorfer, Mein Spruchbüchlein, 1913

Vornehme Naturen sind schlechte Geschäftsleute.

Balzac, Verlorene Illusionen (Illusions perdues), 1837-43 (dt. 1846)