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So sind viele: Den Glücklichen hassen sie, und den Unglücklichen verachten sie.
Viele Charaktere sind nichts als ein Mosaik von Stimmungen; mit der Zeit bröckeln sie leicht ab.
Dem charaktervollen Menschen ist es eine Ehre, wenn die Menge ihn als einen Sonderling belächelt.
Mancher verkauft seine Gesinnungen so billig – daß die Welt ihn verachtet.
Charakterschwäche und geistige Leere, mit einem Wort alles, was uns hindert, mit uns selbst allein zu sein, bewahrt viele Menschen vor dem Menschenhaß.
Charakteristisch für einen Menschen ist das, was ihm selbstverständlich ist.
Über den Charakter hat das Schicksal keine Macht.
Du bist, wie du warst.
Man beachte, daß die Menschen, die keinen Gesichtsausdruck haben – und deren gibt es gar viele – ebensowenig haben, was man Charakter nennt.
Mein Verstand und mein Charakter liegen beständig im Kriege miteinander, und bei ihren fortwährenden Zusammenstößen habe ich stets gefunden, daß ich nicht Verstand genug für meinen Charakter und nicht Charakter genug für meinen Verstand besaß.
Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als einen rechtschaffenen und untadeligen Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht austeilt.
Wenn Menschen sich dadurch liebenswerter machen wollen, daß sie einen moralischen Charakter erheucheln, der von ihrem wahren Charakter verschieden ist, dann irren sie sich außerordentlich. Die Anstrengung wird doch nach kurzer Zeit als solche erkannt, ebenso der Widerspruch des vorgetäuschten Charakters mit dem wirklichen, der doch dauernd durchschimmert. […]
Ich glaube an eine künftige Revolution der Gesinnungen und Vorstellungsarten, die alles bisherige schamrot machen wird.
Wir sind, was wir waren. Nur nach diesem Grundsatz sollte man Menschen beurteilen.
Wie leicht wäre der Charakter zu verbergen, verrieten ihn nicht unsre Handlungen.
Die Lumpen, denen man es nicht ansieht, sind die größten.
So mancher sieht sich in der Welt verkannt, weil er die Welt verkennt.
Sieht die Welt einen Siegfried-Charakter, so sucht sie gleich nach der Lindenblatt-Stelle.
Der Genius wird nur vom Genius gefasset; die edle Natur nur von ihresgleichen.