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26202 Sprüche gefunden

So sind viele: Den Glücklichen hassen sie, und den Unglücklichen verachten sie.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Viele Charaktere sind nichts als ein Mosaik von Stimmungen; mit der Zeit bröckeln sie leicht ab.

Auerbach, Tausend Gedanken des Collaborators. Aphorismen, 1875

Dem charaktervollen Menschen ist es eine Ehre, wenn die Menge ihn als einen Sonderling belächelt.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Wie wir sind, so wird uns geschehen.

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Mancher verkauft seine Gesinnungen so billig – daß die Welt ihn verachtet.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Wer schätzt an andern nicht zumeist das, was er in sich selber vermißt?

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Charakterschwäche und geistige Leere, mit einem Wort alles, was uns hindert, mit uns selbst allein zu sein, bewahrt viele Menschen vor dem Menschenhaß.

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Charakteristisch für einen Menschen ist das, was ihm selbstverständlich ist.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Die Glaubenssätze der Bourgeoisie, in: Die Weltbühne, 2.10.1928, Nr. 40 (Peter Panter), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928, auch unter dem Titel: Zehn Glaubenssätze

Über den Charakter hat das Schicksal keine Macht.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 36. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: In mores fortuna ius non habet

Du bist, wie du warst.

Lessing, Nathan der Weise, 1779; uraufgeführt 1783. 2. Akt, 1. Auftritt, Nathan

Man beachte, daß die Menschen, die keinen Gesichtsausdruck haben – und deren gibt es gar viele – ebensowenig haben, was man Charakter nennt.

Casanova, Die Erinnerungen des Giacomo Casanova (Histoire de ma vie, 1793-98), übersetzt von Heinrich Conrad, 6 Bde., 1911. 1. Band, Vorrede

Mein Verstand und mein Charakter liegen beständig im Kriege miteinander, und bei ihren fortwährenden Zusammenstößen habe ich stets gefunden, daß ich nicht Verstand genug für meinen Charakter und nicht Charakter genug für meinen Verstand besaß.

Casanova, Die Erinnerungen des Giacomo Casanova (Histoire de ma vie, 1793-98), übersetzt von Heinrich Conrad, 6 Bde., 1911. 1. Band, Vorrede

Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als einen rechtschaffenen und untadeligen Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht austeilt.

Neues Testament. Der zweite Brief des Paulus an Timotheus (#2.Tim 2,15)

Wenn Menschen sich dadurch liebenswerter machen wollen, daß sie einen moralischen Charakter erheucheln, der von ihrem wahren Charakter verschieden ist, dann irren sie sich außerordentlich. Die Anstrengung wird doch nach kurzer Zeit als solche erkannt, ebenso der Widerspruch des vorgetäuschten Charakters mit dem wirklichen, der doch dauernd durchschimmert. […]

Leopardi, Gedanken (Pensieri), 1845

Ich glaube an eine künftige Revolution der Gesinnungen und Vorstellungsarten, die alles bisherige schamrot machen wird.

Hölderlin, F., Briefe. An Johann Gottfried Ebel, 10. Januar 1797

Wir sind, was wir waren. Nur nach diesem Grundsatz sollte man Menschen beurteilen.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Wie leicht wäre der Charakter zu verbergen, verrieten ihn nicht unsre Handlungen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Die Lumpen, denen man es nicht ansieht, sind die größten.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

So mancher sieht sich in der Welt verkannt, weil er die Welt verkennt.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Sieht die Welt einen Siegfried-Charakter, so sucht sie gleich nach der Lindenblatt-Stelle.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Der Genius wird nur vom Genius gefasset; die edle Natur nur von ihresgleichen.

Jean Paul, Komischer Anhang zum Titan, 1800-1801. I. Einladungs-Zirkulare an ein neues kritisches Unter-Fraisgericht über Philosophen und Dichter. Art. 3