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Es sind eigentlich nur zwei Empfindungen, auf die wir den größten Wert legen müssen – daß sie anerzogen werden, wo sie noch nicht vorhanden sind – das ist die Liebe, die größer ist, als alles übrige in der Welt – und der Gehorsam.
„Männer und Frauen gibt’s – so sinnestoll, dass sie keiner Liebe fähig sind.“
Du bist nur, wenn du liebst; Sein ist erst Sein, wenn es Sein der Liebe ist, aber zugleich geht in der Liebe dein persönliches Dasein, dein abgesondertes Fürdichsein zu Grunde. Du bist nur noch in dem geliebten Gegenstande, Alles außer ihm, du selbst ohne ihn bist dir Nichts. Die Liebe ist die Quelle aller Freuden, aber auch aller Schmerzen.
Liebe ist der Inbegriff – auf das andere pfeife ich.
In dem Augenblick, wo die Liebe ihr Alles gibt, macht sie zugleich Bankerott.
Ach, ihr [geliebte Bäume] wißt es, wie ich liebe, Die so schön mich wiederliebt, Die den reinsten meiner Triebe Mir noch reiner wiedergibt.
Im unermeßnen Weltsysteme Die schönste Perle der Natur, An ihrem Sternendiademe Der reichste Demant in der Schnur, Das höchste Wunder unter allen, Das Meisterstück in Raum und Zeit, Das ist das Herz in seinem Wallen, Das Herz in seiner Trunkenheit.
Die Liebe der Frau wird durch das Betören des Ohrs, die Liebe des Mannes durch das Bezaubern des Blicks gewonnen; doch bezweifle ich, daß der Mann überhaupt zu lieben vermag.
Rückklänge vom Erholungs-Ball Es lockten sinnberückend, weich wie Geigen, Der Masken Flitter schwirrte durch den Saal, Im Kerzenglanz schwang sich ein toller Reigen, Mir war der Faschingsjubel leer und schaal. Ich ging im Traum an Deinem Arme Und drückte hie und da wohl Deine Hand; Ich sagte nichts im bunten Maskenschwarme, Dein Mädchenzauber hatte mich gebannt. Und ist mir auch kein Wort entflohen, Leisschauernd in Dein Herz zog es hinein, Der Liebe wortlos, ewig jungen Lohen, Das Wonneschauern über dies Zusammensein. Ich hätte weiter stets gewünscht zu gehen Mit Dir, mein Lieb, in fernes Traumesland Und stets in Deine Augensterne sehen, Stets pressen Deine kleine, weiche Hand. Den Zauber jener Stund vergeß ich nimmer, Als wir gewandelt Arm in Arm, Beim Geigenklingen, in der Kerzen Schimmer, Allein, allein im bunten Maskenschwarm.
Liebe zielt nach Einheit, Egoismus ist Einsamkeit.
Kein Genuß ist kürzer als der Liebesrausch; kein Opfer ist fruchtbringender und nützlicher als die Verschmähung dieses Genusses.
O, wenn doch länger bliebe Das Lied der Nachtigall! Denn kurz ist die Liebe, Der Wonne süßer Schall. Doch Dichterherzen glühen Für Lieb' ihr Leben lang; In ihrer Brust erblühen Stets Lieder und Gesang.
Was dir das Leben auch an Rätseln zeigt, – Die Liebe ist's, die alle übersteigt.
Sei du selber – vor allem: Heuchele keine Zuneigung, wo du sie nicht spürst. Doch denke nicht verächtlich von der Liebe, wo sie sich wieder regt.
Die Liebe ist bei den meisten Menschen die erste bewegende Kraft, die ihre Fähigkeiten entwickelt, und dem trägen, einförmigen Gange des gewöhnlichen Lebens einen neuen, raschen Schwung gibt. Sie ist überhaupt das größte und notwendigste Rad in der menschlichen Gesellschaft. Was ist es anders, als die Liebe, um welche sich das Interesse der ganzen Welt dreht? Ist sie nicht der eigentliche Mittelpunkt, um welchen alle Wünsche und Plane der Sterblichen laufen?